Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management
Neues eDossier: Stress bewältigen
Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management Neues eDossier: Stress bewältigen Wirtschaftspsychologie aktuell

Arbeitsmotivation

Wert des Weitermachens
Forscher aus Illinois haben herausgefunden, dass der Wert des Weitermachens bei kreativen Aufgaben größer ist als angenommen. In sieben Studien zeigte sich, dass die Teilnehmer in einer zweiten Weitermachen-Runde einfallsreicher waren, als sie dachten. Außerdem waren ihre Ideen im zweiten Durchgang objektiv besser als im ersten. Dranbleiben lohnt sich also, wenn Schöpfergeist gefragt ist. Mehr...

40 Sekunden Gartenbild ansehen, schon konzentrierter
Wer nur 40 Sekunden lang am Computer auf ein Bild eines grünen Dachgartens blickte, wurde konzentrierter und machte weniger Fehler als jemand, der ein Betondach betrachtete. Das fanden Melbourner Dachgartenforscher heraus. Mehr...

Gewohnheiten sind Kern der Selbstkontrolle
Psychologen der „Penn“ haben nachgewiesen, dass Gewohnheiten der Kern der Selbstkontrolle sind. In sechs Studien konnten sie zeigen, dass Selbstkontrollierte mehr Sport trieben, gesünder aßen, sich seltener vom Lernen ablenken ließen, erfolgreicher meditierten und bessere Noten schrieben, wenn sie feste Gewohnheiten hatten. Gewünschtes Verhalten in den Alltag einzubauen, half also – unerwünschtes Verhalten zu unterdrücken weniger. Mehr...

Materialisten fühlen sich schlecht
Materialisten, also Personen, denen Geld und Besitz wichtig ist, fühlen sich schlechter als jene, die davon nicht überzeugt sind. Sie leiden häufiger unter Kaufsucht, kritisieren sich selbst, rauchen und trinken, sind seltener fröhlich und fühlen sich insgesamt nicht gut. Das ist das Ergebnis einer neuen Metaanalyse britischer Forscherinnen. Sie fordern, dass die Politik weniger auf Geld und Besitzanhäufung setzt. Mehr...

Gierige entscheiden riskanter
Würzburger Psychologen haben Gier näher untersucht. Gierige Personen entschieden riskanter als nichtgierige und zeigten dabei eine geringere Hirnaktivität. Offenbar blendeten Gierige warnende Hinweisreize aus. Mehr...

Positives Denken endet in wirtschaftlichen Krisen
Positives Denken endet in wirtschaftlichen Krisen, so zwei neue Studien von Hamburger Forschern. Sie zählten beschönigende Sentenzen in Wirtschaftsartikeln und Antrittsreden der US-Präsidenten aus. Ergebnis: Diese Indikatoren eines rosaroten Meinungsklimas führten zu sinkenden Aktienindizes, einem geringerem Bruttoinlandsprodukt und einer höheren Arbeitslosigkeit. Mehr...

Faires Verhalten ist von einem Zipfel des Stirnhirns abhängig
In einem Experiment schalteten Neurowissenschaftler einen Zipfel des Stirnhirns aus. Ergebnis: Die Teilnehmer wurden dadurch unfairer und waren nicht mehr bereit, Geld mit anderen zu teilen. Mehr...

Denken ist unerträglich
In elf Studien, die ein US-amerikanisches Forscherteam durchführte, kam heraus, dass Personen es kaum ertragen konnten, 15 Minuten lang still in einem Raum zu sitzen und bloß auf die eigenen Gedanken zu achten. Stattdessen gaben sie sich teilweise lieber Elektroschocks. Mehr...

Bonuszahlungen an Geschäftsführer demotivieren Mitarbeiter
Erhält die Geschäftsführung zusätzliche Bonuszahlungen, demotiviert das die Beschäftigten. Generell werden Geschäftsführer-Boni als ungerecht angesehen. Ihre Akzeptanz steigt, wenn die anderen Mitarbeiter im Unternehmen ebenfalls eine erfolgsbezogene Zulage erhalten. Das sind die Ergebnisse einer neuen Umfrage unter Beschäftigten aller Branchen. Mehr...

Fünf Motivationstypen
Eine Forschungsgruppe um den Organisationspsychologen James Diefendorff hat chinesische Angestellte befragt und fünf Motivationstypen herausgefunden: 1) mäßig motiviert, ohne schlechtes Gewissen, 2) kaum selbstbestimmt, 3) durchweg mäßig motiviert, 4) sehr selbstbestimmt und 5) sehr motiviert durch innere und äußere Beweggründe. Am besten arbeiteten die Mitarbeiter der letzten Gruppe und nicht die Selbstbestimmten, die nur auf ihre innere Stimme hörten. Mehr...

Selbsthilfe zum Glücklichsein
Das eigene Wohlbefinden kann durch Selbsthilfemethoden wirksam gesteigert werden. Über Sachbücher oder Internet werden dabei fünf Strategien vermittelt: 1) genießen, 2) seinen Dank ausdrücken, 3) freundlich sein, 4) gute Beziehungen aufbauen und 5) seinem Leben einen Sinn geben. Davon können viele Personen beruflich und privat profitieren, wie eine neue Übersichtsstudie US-amerikanischer Forscher verdeutlicht. Mehr...

Strategie: Zufriedener werden
Man kann zufriedener werden, indem man sich von der Logik der immerwährenden Zielerreichung lossagt. Die Schritte heißen dann: 1) unerquickliche Ziele loslassen, 2) versuchen, nicht immer zu bewerten, und 3) sich mit anderen verbinden, so ein neuer Übersichtsbeitrag zur Zufriedenheit. Mehr...

Ältere sind motiviert und veränderungsbereit
Thomas Ng und Daniel Feldman haben fünf von sechs Vorurteilen über ältere Arbeitnehmer entkräftet. Sie fassten bisherige Studien zum Alter zusammen. Damit konnten sie zeigen, dass Ältere entgegen verbreiteter Klischees motiviert, veränderungsbereit, gesund sowie berufsorientiert waren und anderen vertrauten. Lediglich ein Stereotyp traf zu, nämlich dass ältere Beschäftigte seltener an Weiterbildung interessiert waren. Mehr...

Bei geistiger Anstrengung widersteht man Verlockungen
Die Psychologin Lotte van Dillen und ihre Forscherkollegen haben herausgefunden, dass man bei geistiger Anstrengung besser Verlockungen widerstehen kann. In vier Experimenten zeigte sich, dass Teilnehmer, die sich eine schwierige Zahl merken mussten, leckeres Essen übergingen oder attraktive Porträts ausblendeten. Geistige Beschäftigung – z.B. über ein Problem nachdenken oder ein anregendes Gespräch führen – kann also ungesundem Essen oder Ablenkungen am Arbeitsplatz vorbeugen. Mehr...

Lange dabei und unproduktiv
Thomas Ng und Daniel Feldmann kommen in einer neuen Übersichtsstudie zu dem Ergebnis, dass eine längere Anstellungsdauer nicht zu besserer Arbeitsleistung führt. Amtszeit und Leistung – gemessen an Kernleistung, Engagement, Kreativität und schädigendem Verhalten – hingen größtenteils nicht zusammen. Damit stellen die Autoren infrage, ob Mitarbeiter für ihre Betriebszugehörigkeit besonders belohnt werden sollten. Mehr...

Schuldgefühle können zu mehr Engagement führen
Wäre es nicht schön, wenn sich destruktives Verhalten am Arbeitsplatz in positives Engagement umwandeln ließe? Die Ergebnisse einer Studie deuten darauf hin, dass dies möglich ist. Mitarbeiter, die ein Feedback zu Ihrem schädigenden Verhalten erhielten, engagierten sich danach mehr. Schuldgefühle spielten dabei als Vermittler eine zentrale Rolle. Mehr...

Kluge Wünsche
Ein frommer Wunsch allein reicht nicht. Man muss auch die Hürden auf dem Weg zur Wunscherfüllung und Zielerreichung kennen. Das geht mit mentalem Kontrastieren. Eine neue Studie zeigt, wie damit Personalmanager ihre Alltagsprobleme besser in den Griff bekommen Mehr...

Strategie: Motivieren
Im aktuellen Themenheft „Shared Leadership“ des Journal of Personnel Psychology geben Jürgen Wegge von der Technischen Uni Dresden und seine Kollegen einen Überblick darüber, wie Führungskräfte ihre Mitarbeiter am besten motivieren und dadurch leistungsfähiger machen. Mehr...

Human Resource Management für ältere Mitarbeiter
HR-Strategien gehen oft an den Bedürfnissen älterer Mitarbeiter vorbei. Christian Stamov Roßnagel und Mitarbeiter haben daher in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für Personalpsychologie die Eckpunkte für ein Human Resource Management skizziert, das auf ältere Beschäftigte zugeschnitten ist. Ältere haben oft eine andere Art der Arbeitsmotivation. Mehr...

Arbeitsanalyse mit dem Work Design Questionnaire (WDQ)
Der Work Design Questionnaire (WDQ) wurde 2006 von den Arbeitspsychologen Frederick P. Morgeson und Stephen E. Humphrey vorgestellt. Er ist ein neues Testverfahren zur Arbeitsanalyse. Gerade haben Sebastian Stegmann und sein Team von der Uni Frankfurt eine deutsche Version des Fragebogens in der Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie veröffentlicht. Die Testwerte hängen mit der Arbeitsmotivation zusammen. Mehr...