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Strategie: Sich glücklich kaufen

16. August 2010

Kann Einkaufen glücklich machen? Dieser Frage ging unlängst Stephanie Rosenbloom in der New York Times nach. Sie interviewte dazu bekannte Glückspsychologen wie Ed Diener von der University of Illinois oder Sonja Lyubomirsky von der University of California, Riverside.

Das Wahre konsumieren

Der Beitrag beginnt mit der modernen Reduktionsbewegung: Weniger ist mehr. Konsumenten wollen zurück zum Einfachen und Wahren. Sie geben Klamotten in die Altkleidersammlung, misten ihre Wohnung aus und wollen nicht länger teilhaben am Konsumkarrussell. Damit könnten sie eine ganze Gesellschaftsordnung untergraben, die auf der Prämisse: „Ich will Spaß, also kaufe ich“, beruht.

Die hedonische Tretmühle

Nachgewiesen ist jedoch, dass kaufen nicht glücklich macht, zumindest langfristig nicht. Schon wenige Tage, nachdem der neue Mittelklassewagen in der Garage steht, fällt man zurück in die „hedonische Tretmühle“. Der Organismus strebt wieder das naturgegebene Glücksniveau vor dem Kauf an, indem er für die Freuden des jungen Autos unempfänglich wird.

Erfahrungen einkaufen

Wie kann man dieser hedonischen Tretmühle entkommen? Wie langfristig glücklich werden? Hier gilt die Formel: In erhebende Erfahrungen statt in Besitz investieren. Solche Erfahrungen können sein: ein Meditationskurs, ein teures Ferngespräch, ein Kurztripp, ein Abendessen mit Freunden, eine Massagesitzung, ein Konzert oder ein Besuch im Fußballstadion. Dabei kommt man meist mit freundlichen Menschen zusammen und Freunde oder Bekannte ziehen uns am stärksten auf die Glücksseite des Lebens.

Shopping gewusst wie

Wenn man dennoch Shopping (von Produkten) über alles liebt, ist man mit folgenden Regeln vor allzu großer Ernüchterung nach dem Kauf gefeit:

Wirtschaftspsychologie-aktuell.de

Weiterführende Informationen:

Stephanie Rosenbloom (2010). But will it make you happy? The New York Times.

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