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Strategie: Proaktivität

10. März 2009

Engagierte Mitarbeiter sind immer gern gesehen. Wenn sie von sich aus auf Probleme im Unternehmen hinweisen, kann sich das in barer Münze auszahlen. Das Stichwort ist dabei Proaktivität.

Proaktivität: von sich aus aktiv werden

Proaktive Mitarbeiter initiieren von sich aus strategisch wichtige Handlungen, ohne dabei maßgebliche Impulse von außen zu bekommen. Zum proaktiven Verhalten zählt z.B.:

Wann zahlt sich Proaktivität aus?

Doch nicht immer wird Proaktivität vom Vorgesetzten gleichermaßen geschätzt. Adam Grant von der University of North Carolina und seine Kolleginnen Sharon Parker und Catherine Collins von der University of Sheffield zeigen in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Personnel Psychology, wann sich proaktives Verhalten auszahlt und wann nicht. Sie haben dazu die Einstellungen von Führungskräften (N = 103) und Feuerwehrleuten (N = 55) zur Proaktivität und die Einschätzungen dazu vom jeweiligen Vorgesetzten analysiert.

Engagierte Mitarbeiter mit guter Laune sind besser dran

Das Ergebnis: Proaktives Verhalten geht nur dann mit einer günstigen Bewertung der Arbeitsleistung seitens des Vorgesetzten einher, wenn der Mitarbeiter unternehmenskonforme Werte vertritt und eher gut gelaunt ist. Die Erklärung dahinter: Vorgesetzte versuchen, insgeheim die Ursache für die Eigeninitiative des Mitarbeiters zu erklären. Stimmt das Verhalten des Mitarbeiters mit denen des Unternehmens überein und ist seine Stimmung positiv, gilt er auch als Urheber seines proaktiven Verhaltens. Proaktivität schlägt sich dann positiv auf die Mitarbeiterbewertung nieder.

Eigeninitiative gehört ins Unternehmensleitbild

Da sich Eigeninitiative für das Unternehmen meistens auszahlt, fordern die Autoren, dass sich ein Unternehmer nicht allzu sehr von seinen ursächlichen Zuschreibungen (Kausalattributionen) der Proaktivität leiten lassen soll. Proaktives Verhalten soll stattdessen fester Bestandteil des Unternehmensleitbilds werden.

Wirtschaftspsychologie-aktuell.de

Weiterführende Informationen:

Adam M. Grant, Sharon Parker, Catherine Collins (2009). Getting credit for proactive behavior: Supervisor reactions depend on what you value and how you feel. Personnel Psychology, 62, 31-55. Zum Abstract.

Mehr zu Proaktivität in der Ausgabe "Karriere"

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