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Strategie: Reflektierende Position aus dem Adlerhorst

4. Februar 2009

Arist von Schlippe, Professor für Führung und Dynamik von Familienunternehmen an der privaten Universität Witten-Herdecke, zeigt in einem Beitrag des neuen Sammelbands „Supervisions-Tools“ (Managerseminare), wie eskalierte Gruppengespräche mit einem Blick aus dem "Adlerhorst“ entschärft und konstruktiv fortgeführt werden können.

Entgleiste Gespräche

Die Ausgangssituation ist oft ein entgleistes Gespräch zwischen Teammitgliedern: Parteien können sich offen anfeinden, die Emotionen kochen hoch, es herrschst viel Affekt im Raum, aber wenig argumentative Klarheit. Als Beispiel beschreibt Arist von Schlippe ein Seminar mit einem Leitungsteam eines mittelständischen Unternehmens, in dessen Verlauf sich die beiden Unternehmensinhaber bald einen heftigen Schlagabtausch lieferten.

Gespräch über Gespräch

Das gesamte übrige Team schwieg währenddessen. Daher schlug der Autor den beiden Geschäftsführern die reflektierende Position aus dem Adlerhorst vor. Sie sollten sich in einen von der übrigen Gruppe getrennten Bereich im Raum setzen und von dort aus ein Gespräch über das bisherige Gespräch führen.

Dabei sollten die Geschäftsführer darauf achten, dass sie nicht aus dem Adlerhorst herausfielen und wieder die gleiche feindselige Position aus dem Streitgespräch einnahmen.

Regeln im Adlerhorst

Folgende Regeln gelten im Adlerhorst:

Diskussion im gesamten Team

Im gesamten Team wird später darüber diskutiert, was neu und anregend war oder was besser nicht gesagt worden wäre.

Wirtschaftspsychologie-aktuell.de

Weiterführende Informationen:

Arist von Schlippe (2009). Der Blick aus dem Adlerhorst – Reflektierende Positionen in der Teamentwicklung. In Heidi Neumann-Wirsig (Hrsg.), Supervisions-Tools. Die Methodenvielfalt der Supervision in 55 Beiträgen renommierter Supervisorinnen und Supervisoren (S. 181-187). Bonn: Managerseminare. Zum Sammelband „Supervisions-Tools“.

Mehr zu Teamarbeit in der Ausgabe "Leadership"

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