Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management
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Strategie der Woche: Das situative Interview

16. Juli 2008
Das Einstellungsinterview ist das am häufigsten genutzte Instrument bei der Personalauswahl. Es wird vor allem zur Endauswahl von Bewerbern, aber auch zu deren Zwischenauswahl, z.B. für ein nachgeschaltetes Assessment-Center, eingesetzt. Das verwendete Interviewverfahren sollte effizient sein und valide die geeigneten und ungeeigneten Bewerber herausfiltern. Hierzu bietet sich das situative Interview an. Es ist ein strukturiertes Interview, bei dem die Fragen sorgfältig vorausgewählt wurden und die späteren Aufgaben der Stelle abbilden. Für ein maßgeschneidertes situatives Interview sind folgende Aspekte zu berücksichtigen:

Die bisher durchgeführten Metaanalysen bescheinigen dem situativen Interview eine durchschnittliche inhaltliche Validität von r = .45 bis .50 gegenüber einem unstrukturierten Interview, das nur auf Werte um .20 kommt. Auch von den Bewerbern selbst wird es gut aufgenommen, da die abgefragten Situationen nachvollziehbar und objektiv sind. Der Bewerber kann hier mit seinen konkreten Erfahrungen und Kompetenzen punkten und sich nicht bloß durch gute schauspielerische Leistungen hervortun.
Quelle: Weuster, A. (2004). Personalauswahl. Wiesbaden: Gabler.


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