Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management
Neues eDossier: Stress bewältigen
Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management Neues eDossier: Stress bewältigen Wirtschaftspsychologie aktuell

Strategie

Im Alter gesund bleiben

9. Dezember 2016

Ursula Lehr führt in einem neuen Papier vier Ansätze auf, mit denen man im Alter gesund bleibt. Sie zielen darauf ab, dass man sich bewegt, etwas unternimmt und bei Krankheit nicht aufgibt.

Neuer Bericht zur Gesundheit im Alter

Lesen Sie hier zwei Ausgaben.Gerade hat der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen den Bericht „Älter werden – gesund bleiben“ zur Gesundheitsvorsorge im Alter veröffentlicht. Die Psychologin und Gerontologin Ursula Lehr fasst darin den Stand der Forschung zusammen. Außerdem empfiehlt sie folgende vier Punkte, die jeder Einzelne für ein „möglichst gesundes Älterwerden“ tun kann:

Ständiges Üben

Aktiv sein. Ursula Lehr schreibt, dass Schonung im Alter, wie sie jahrzehntelang von Medizinern empfohlen wurde, dazu führt, dass Funktionen verkümmern. Nach neuerer Forschung gilt die alte Formel: „Wer rastet, der rostet.“ Das wussten auch schon antike Gelehrte. Cicero etwa forderte: „Nicht aufhören, weitermachen, ständiges Üben in allem.“ Ältere sollten also aktiv sein und sich, wo es geht, bewegen. Dabei kann sich „schon geringe Bewegungsaktivität im Alltag, Beruf und Sport“ positiv auswirken und Ausdauer, Kraft und Gelenkigkeit erhalten. Man sollte auch daran arbeiten, den Wunsch zu überwinden, endlich „seine Ruhe“ haben zu wollen.

Interessiert bleiben. In vielen Längsschnittstudien kam immer wieder ein Ergebnis heraus: Menschen, die gerne denken, viele Interessen haben und in die Zukunft blicken, werden älter und fühlen sich dabei wohler als Desinteressierte. Ursula Lehr empfiehlt daher zweierlei: 1) gegenüber Neuem aufgeschlossen bleiben sowie Neues lernen wollen und 2) sich auch im höheren Alter eine Aufgabe suchen, die Spaß macht und einen das Leben als sinnvoll erleben lässt.

Ältere um Hilfe bitten

Geprüfte Fachinfos
in zwei neuen Ausgaben der Zeitschrift lesen –
mit 30% Preisvorteil.
Hier mehr erfahren.

Kontakte pflegen. In der Hochaltrigenstudie von 2014 unter Federführung von Andreas Kruse kam heraus, dass sich auch sehr Betagte immer noch engagieren wollen, Verantwortung übernehmen und sich für andere Menschen einsetzen. Ob Kaffeeklatsch, Tanzen, gemeinsamer Kinobesuch oder Ehrenamt, soziale Kontakte regen an und machen glücklich. Sich treffen und mit anderen etwas unternehmen sollte daher ganz oben auf dem täglichen Wochenplan stehen. Außerdem muss man ältere Menschen nicht dabei „schonen“, wenn sie anderen ihre Hilfe anbieten, wie Ursula Lehr betont. Viele Ältere schätzen es vielmehr, sich regelmäßig einzubringen.

Auf eine Wende hoffen

Mit Krankheit gut umgehen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gelenk- oder Rückenprobleme – diese Krankheiten häufen sich mit zunehmendem Alter. Wie geht man damit um? Ursula Lehr empfiehlt dazu:

© Wirtschaftspsychologie aktuell, 2016. Alle Rechte vorbehalten.

Weiterführende Informationen:

Ursula Lehr (2016). Gesundheit im Alter: Langlebigkeit verpflichtet zu einem gesunden und kompetenten Älterwerden. In Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) (Hrsg.), Älter werden – gesund bleiben [BDP-Bericht 2016] (S. 13–22). Berlin: Deutscher Psychologen Verlag.

Mehr zu Arbeit und Gesundheit: Hier zwei neue Ausgaben der Wirtschaftspsychologie aktuell bestellen.

Wenn sich Chefs um die Gesundheit kümmern, haben Mitarbeiter weniger körperliche Beschwerden.

Wer häufig Smartphone oder Tablet benutzt, kann verspannte Schultern oder schmerzende Hände bekommen.

Lesen Sie im Themenschwerpunkt „Gefühle managen“ Fakten zu Gefühlswahrnehmung, Empathie, Emotionsarbeit, Charakter, Berufung, Büro-Freundschaften und Wohlbefinden.

Die Wirtschaftspsychologie aktuell im Schnupper-Abo testen.

Den monatlichen Newsletter der Zeitschrift bestellen.

Im Archiv ab 2001 blättern.