Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management
Neues eDossier: Stress bewältigen
Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management Neues eDossier: Stress bewältigen Wirtschaftspsychologie aktuell

Profil: Das richtige Maß finden

Werner Gross Werner Gross (60),
Diplom-Psychologe,
Mitglied des Leitungsteams im Psychologischen Forum Offenbach;
berufliche Schwerpunkte: Coaching, Supervision, Existenzgründungsseminare, Organisationsberatung, Psychotherapie

Was hat Sie in die Personalbranche geführt?
Ein grundlegendes Interesse am Menschen: Wie sieht ein gutes (Arbeits-)Leben aus, was braucht es dazu und wie bekommt man/frau es hin. Natürlich auch, wie man die Betreffenden als Coach/Supervisor dabei unterstützen kann. Außerdem: wie aus Ideen Existenzgründungen werden und man als Berater Start-ups so begleiten kann, dass daraus langfristig erfolgreiche Unternehmen werden.

Was bedeutet Wirtschaftspsychologie für Sie?
Bei den vielen Facetten der Wirtschaftspsychologie gibt es für mich eine Gemeinsamkeit: Es geht immer darum, die Anforderungen des Arbeitsfelds, des Unternehmens und des Markts in Einklang zu bringen mit den persönlichen Fähigkeiten, Wünschen und Bedürfnissen des Einzelnen. Diese Passung wahrzunehmen und herzustellen ist die Aufgabe der Wirtschaftspsychologie. Letzten Endes geht es darum, das richtige Maß zwischen Effizienz und Menschlichkeit zu finden.

Was können gute Psychologen in Unternehmen verändern?
Vieles, wenn sie sich die Macht dazu erarbeitet haben.

Mit welchem Thema würden Sie sich gern einmal beruflich beschäftigen?
Die Entwicklung von generalisierbaren Mustern, wie man aus der Überflutung und dem Reaktionszwang des Tagesgeschäfts rasch aussteigen und mit Sinnhaftigkeit den alltäglichen Niederschlägen im Berufsleben ein Schnippchen schlagen kann.

Was ärgert Sie in Ihrem Beruf am meisten?
Da ich mich mit den verschiedensten selbst gewählten Themen und Projekten beschäftigen kann und mit interessanten Menschen zusammenarbeite, ärgert mich nichts. Manchmal nerven mich allerdings die bürokratischen Hemmnisse in Organisationen, und Veränderungen gehen mir manchmal zu langsam.

Was ist Ihre größte Macke?
Ungeduld und Interesse an (mitunter zu) vielen verschiedenen Dingen.

Wie schalten Sie am besten von der Arbeit ab?
Meditation, Sport, Sauna, Spielen, Treffen mit Freunden.

Wenn Sie drei Monate Zeit hätten, was würden Sie machen?
Ich plane eine selbst organisierte Reise mit meiner Frau entlang der Seidenstraße.



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