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Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

1. Juli 2010

Passive Social Networker

Die Zugriffszahlen auf Facebook, MySpace & Co. sind auf Wachstumskurs - ebenso das Interesse der Fachwelt an Marketing- und Werbemaßnahmen in Social Networks. Viele Unternehmen sind daher der Meinung, dass moderne Kommunikationsstrategien ohne soziale Netzwerke nicht mehr auskommen.

Das Beratungsunternehmen Fittkau & Maaß untersuchte nun Nutzer und Nutzung von Social Networks aus der Nachfragerperspektive und befragte dazu über 7.500 deutschsprachige Besucher von sozialen Netzwerken im April/Mai 2010.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Bedeutung von sozialen Netzwerken im deutschsprachigen Internet in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen ist - und nun offensichtlich ein Sättigungspunkt erreicht ist. Im Vergleich zum Herbst 2009 sind die Nutzeranteile nicht gestiegen. Insgesamt besuchen heute 62 Prozent Social Networks; der Anteil der regelmäßigen Besucher (Nutzung mindestens einmal pro Woche) stagniert bei 35 Prozent.

Von den regelmäßigen Nutzern geht jedoch nicht einmal jeder Dritte (28 Prozent) davon aus, dass er seine Network-Nutzung zukünftig noch intensivieren wird. Dazu kommt, dass längst nicht jeder regelmäßige Network-Besucher auch tatsächlich aktiv ist: d.h. er kommuniziert überwiegend in »seinem« Network, verfasst selbst Inhalte oder kommentiert. So verhält sich mehr als die Hälfte (55 Prozent) nach eigenen Angaben vorwiegend passiv bzw. beobachtend. Hochgerechnet auf die Gesamtnutzerschaft bedeutet das: Nur 14 Prozent aller Internet-Nutzer sind aktiv kommunizierende, gestaltende Social Networker.

Wirtschaftspsychologie-aktuell.de

Weiterführende Informationen:

Fittkau & Maaß (2010). Social Networks im »Reality Check«: Mehr passive als aktive Networker.

Social Media auf dem Vormarsch

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