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Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

7. Januar 2020

Unternehmenskultur hält vor allem Frauen von Homeoffice ab

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Viele Jobs ließen sich zumindest teilweise zu Hause erledigen, was Müttern und Vätern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern würde. Dennoch macht das nur ein Teil von ihnen. Woran das liegt, haben Yvonne Lott, Forscherin am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung, und Anja Abendroth von der Universität Bielefeld untersucht. Ihre neue Studie zeigt, dass Barrieren, die sich in der Unternehmenskultur finden, eine wichtige Rolle spielen, wenn Beschäftigte nie von zu Hause aus arbeiten.

Arbeit von zu Hause passe nicht zum Job

Für ihre Untersuchung werteten die Wissenschaftlerinnen einen Datensatz des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung aus, der repräsentativ für Unternehmen ab 50 Beschäftigten ist. Darin nannten 1.800 Beschäftigte die Gründe, warum sie kein Homeoffice praktizieren. Am häufigsten ist das der Fall bei der Einschätzung, dass die Arbeit von zu Hause nicht zum Job passe. Dies sagten knapp vier Fünftel der Befragten, die mehrere Gründe nennen konnten. Fast 70 Prozent gaben an, Anwesenheit am Arbeitsplatz sei dem Chef wichtig. 60 Prozent hielten auf ihrer Stelle die Arbeit von daheim für technisch unmöglich. Gut 14 Prozent der Befragten erklärten, ihr Job ließe sich zwar auch vom heimischen Computer bewältigen, dies sei aber nicht erlaubt. Frauen geben sehr viel häufiger (rund 22 Prozent) an als Männer (knapp zwölf Prozent), dass sie nicht im Homeoffice arbeiten dürften. Knapp sechs Prozent fürchten um ihre Karrierechancen, wenn sie zum Arbeiten nicht in die Firma kommen.

Arbeit von zu Hause passe nicht zum Job

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Für ihre Untersuchung werteten die Wissenschaftlerinnen einen Datensatz des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung aus, der repräsentativ für Unternehmen ab 50 Beschäftigten ist. Darin nannten 1.800 Beschäftigte die Gründe, warum sie kein Homeoffice praktizieren. Am häufigsten ist das der Fall bei der Einschätzung, dass die Arbeit von zu Hause nicht zum Job passe. Dies sagten knapp vier Fünftel der Befragten, die mehrere Gründe nennen konnten. Fast 70 Prozent gaben an, Anwesenheit am Arbeitsplatz sei dem Chef wichtig. 60 Prozent hielten auf ihrer Stelle die Arbeit von daheim für technisch unmöglich. Gut 14 Prozent der Befragten erklärten, ihr Job ließe sich zwar auch vom heimischen Computer bewältigen, dies sei aber nicht erlaubt. Frauen geben sehr viel häufiger (rund 22 Prozent) an als Männer (knapp zwölf Prozent), dass sie nicht im Homeoffice arbeiten dürften. Knapp sechs Prozent fürchten um ihre Karrierechancen, wenn sie zum Arbeiten nicht in die Firma kommen.

© Wirtschaftspsychologie aktuell, 2020. Alle Rechte vorbehalten.

Weiterführende Informationen:

Lott, Y. & Abendroth, A. (2019). Reasons for Not Working from Home in an Ideal Worker Culture. WSI Working Paper Nr. 211, November 2019. Hier online verfügbar. 

Im Themenschwerpunkt „Digital, agil, innovativ“ stehen neue Erkenntnisse zu den Themen warum New Work weder Geheimwaffe noch Allzweckmittel ist, wo Chancen und Grenzen des Holacracy-Konzepts liegen, warum akademische Gründerteams häufig scheitern und wie digitale Führungskompetenz valide gemessen werden kann.

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