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Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

22. Oktober 2019

Führen mit Freude, Emotionen und Hierarchie

Lesen Sie hier zwei Ausgaben.Führungskräfte mögen ihren Job. Auf die Frage, ob ihnen ihre Führungstätigkeit Freude mache, liegt der Mittelwert mit 78,5 auf einer Skala von 1 bis 100 eindeutig im positiven Bereich. Je länger sie Vorgesetzte sind, desto höher ist der Wert. Das zeigt der aktuelle „Hernstein Management Report“. An der Onlinebefragung nahmen 1.530 Führungskräfte sowie Unternehmerinnen und Unternehmer teil, davon 586 in Österreich und 944 in Deutschland.

Emotionale Führungskräfte

Auch Emotionen gehören dazu: Von ihnen sehen sich 70 Prozent zumindest eher als emotionale Führungskraft. 86 Prozent erkennen keinen Schaden, wenn ein Vorgesetzter ab und zu Gefühle zeigt. Das hat Auswirkungen auf Entscheidungen: 25 Prozent verlassen sich „in gewissen Situationen“ sehr auf ihr Bauchgefühl, 53 Prozent eher. Eine größere Herausforderung sind die Emotionen von Mitarbeitenden. Dabei geben zwei Drittel der befragten Führungskräfte an, gut damit umgehen zu können. Ein Drittel sieht dagegen im Bereich emotionaler Kompetenz ein Lernfeld.

Wichtige Hierarchien

Hierarchien sind weiter wichtig: 56 Prozent der befragten Führungskräfte meinen, dass ihre Unternehmen hierarchisch strukturiert sind, davon 14 Prozent sogar sehr. Unter-40-Jährige sehen ihr Unternehmen stärker an Hierarchie orientiert als Über-40-Jährige. Die Mehrheit akzeptiert das: 29 Prozent sind mit der Hierarchie im Unternehmen absolut einverstanden, weitere 53 Prozent stimmen eher zu. Und 53 Prozent der Führungskräfte meinen, dass Hierarchien für Mitarbeitende wichtig sind und diese nur so etwas leisten.

Hierarchie und Flexibilität

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Hierarchie und Flexibilität sind offenbar kein Widerspruch. Drei Viertel der Befragten halten ihr Unternehmen für flexibel und anpassungsfähig. In Bezug auf die eigene Abteilung oder das eigene Team sind es sogar 88 Prozent. Zu diesem Selbstbild passt, dass ein Drittel der Vorgesetzen (33 Prozent) ihren Führungsstil als sehr agil einschätzt, weitere 58 Prozent als eher agil. Je höher die Funktion, desto stärker ausgeprägt ist das Agilitätsverständnis: Während unter den Inhabern von Unternehmen 43 Prozent ihren Stil als „sehr agil“ bezeichnen, sind es im unteren Management nur 28 Prozent.

© Wirtschaftspsychologie aktuell, 2019. Alle Rechte vorbehalten.

Weiterführende Informationen:

Hernstein Management Report Nr. 1/2019

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