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Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

31. Mai 2018

Die Arbeitswelt 2030 wird variabler, aber nicht schöner

Lesen Sie hier zwei Ausgaben.Unsere Arbeitswelt befindet sich in einem radikalen Umbruch: Digitalisierung, Globalisierung, Individualisierung und demografischer Wandel bestimmen bereits heute unser Arbeitsleben. Was werden die kommenden Jahre bringen? Worauf werden wir uns freuen dürfen, wovor müssen wir Sorge haben?

601 Menschen befragt

Im Rahmen eines Forschungsprojekts im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Niederrhein stellte die Forschungsgruppe um Prof. Dr. Alexander Cisik insgesamt 30 Thesen darüber auf, wie sich Arbeitswelt, Unternehmen und Personalmanagement bis zum Jahr 2030 voraussichtlich entwickeln werden. Diese Thesen wurden insgesamt 601 Mitarbeitern, Führungskräften und Personalern in Deutschland vorgelegt und gefragt, für wie wahrscheinlich sie diese Thesen halten und wie sie diese bewerten.

Die Konstante heißt Veränderung

Die Befragten glauben, 2030 ist alles digital, die Konstante heißt Veränderung, Arbeits- und Privatleben sind nicht mehr zu trennen, nur die Ergebnisse zählen und Selbststeuerung ersetzt Führung. Dabei sind die meisten überzeugt, dass die Unternehmen im Jahr 2030 erfolgreicher sein werden als heute.

Keine höhere Arbeitsmotivation erwartet

Die Mehrheit der Befragten geht aber auch davon aus, dass sich die Menschen im Jahr 2030 mit ihrer gesamten Lebenssituation nicht wohler fühlen werden als heute. Insbesondere die Arbeitsmotivation werde nicht höher sein. Besonders negativ reagieren die Befragten auf die Hypothese, dass es keine persönlichen Büros mehr gäbe. Auch die Aussicht, dass es künftig mehr Freiberufler und Selbständige als Angestellte geben würde und man seine Arbeit- und Auftraggeber häufiger als heute wechseln wird, gefällt den Befragten mehrheitlich nicht.

Stärkere Beachtung von qualitativen Aspekten der Arbeitstätigkeit gewünscht

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Was sich die Befragten dagegen wünschen, wäre eine wachsende Bedeutung der qualitativen Aspekte ihrer Arbeitstätigkeit wie zum Beispiel Eigenverantwortung, Selbstverwirklichung oder auch Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Ebenso positiv fänden die Befragten eine Arbeitstätigkeit, die ihren persönlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten entspricht – dieser Wunsch rangiert sogar vor Einkommen und Status.

© Wirtschaftspsychologie aktuell, 2018. Alle Rechte vorbehalten.

Weiterführende Informationen:

Cisik, A. (2018). Die Zukunft der Arbeit. Ergebnisse einer empirischen Studie [Management Summary].

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