Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management
Neues eDossier: Stress bewältigen
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Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

15. Mai 2018

Mangelndes Wissen: Fernsehen ist nicht erholsam und Stress macht kränker als gedacht

Lesen Sie hier zwei Ausgaben.Seit Jahren nehmen psychische Belastungen im Beruf zu. Arbeitsverdichtung und Zeitdruck können krankmachen, zu hohen Fehlzeiten und oft auch in die Frührente führen. Digitale Technik birgt neue Chancen, allerdings mit gesundheitlichem Risiko. Wer stets online verfügbar ist, hat den Job und den damit verbundenen möglichen Stress immer dabei. Doch, was wissen Führungskräfte, Arbeitsschutzexperten und Beschäftigte darüber, wie sie Stress in der Arbeit wieder abbauen können? Das hat das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Vorhabens untersucht.

Mit dem „Stress-Quiz“ das Stress-Wissen überprüfen

Die IAQ-Forscherinnen Anja Gerlmaier und Laura Geiger entwickelten dafür ein „Stress-Quiz“. Damit wurde in verschiedenen Kooperationsunternehmen aus der Metall- und Elektro-Industrie erfasst, was über die Wirkungen psychischer Belastung auf die Gesundheit beziehungsweise die Produktivität bekannt ist. Wie der aktuelle IAQ-Report zeigt, ist das Wissen „bei allen ausbaufähig “, so Projektleiterin Gerlmaier. Das gelte auch für Führungskräfte.

Regelmäßig überlange Arbeitszeiten erhöhen Gefahr der Diabetes-Erkrankung

Abgefragt wurden etwa die gesundheitlichen Folgen regelmäßig überlanger Arbeitszeiten (über zehn Stunden): Dass sich die Gefahr, an Diabetes zu erkranken, so mehrfach erhöht, wussten nur 21 Prozent der Befragten. 10 Prozent dachten fälschlich, dass der Körper sich an überlange Arbeitszeiten gewöhne. Besser bekannt war das Risiko einer Frühverrentung (76 Prozent der Befragten) und 40 Prozent wussten zudem, dass man gestresst eher dazu neigt, Antidepressiva und Aufputschmittel zu nehmen. Beim Thema „chronischer Stress“ wussten nur 28 Prozent, dass er Demenz im Alter fördert, und nur etwa jedem Zehnten war bekannt, dass er die Wundheilung verzögern kann. Allgemeiner verbreitet war die Erkenntnis, dass das Herzinfarktrisiko erhöht ist (92 Prozent) und, dass Rückenprobleme drohen (48 Prozent).

Freunde treffen hilft gegen Stress

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Dass Ausdauersport oder ein Spaziergang nach Feierabend zur Erholung beitragen, ist fast Allgemeinwissen. Dass es gegen Stress hilft, Freunde und Bekannte zu treffen, meinen immerhin 60 Prozent.  Nur die Hälfte wusste hingegen, dass auch ein Kurzschlaf von zehn bis 20 Minuten entspannen kann. Und immerhin knapp jeder Fünfte war der falschen Meinung, dass fernsehen und sich aufs Sofa legen ebenfalls der Erholung dienen.

© Wirtschaftspsychologie aktuell, 2018. Alle Rechte vorbehalten.

Weiterführende Informationen:
Hier geht es zum IAQ-Report

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