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Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

20. März 2018

Mittelstand: 500 000 Stellen für Flüchtlinge

Lesen Sie hier zwei Ausgaben.Der Mittelstand setzt stärker als andere auf die Integration von Flüchtlingen in den Betriebsalltag. Das zeigt die Studie „Arbeitswelten 4.0 im Mittelstand“ des internationalen Beratungsunternehmens Deloitte. Die mittelständischen Unternehmen planen, im Jahr 2022 bis zu 2,4 Prozent ihrer Stellen an Flüchtlinge zu vergeben, was rund 500.000 Stellen entspräche, so Professor Patrick Ulrich, Lehrstuhlinhaber für Unternehmensführung und -kontrolle an der Hochschule Aalen.

Investition in die Zukunft

Die durchschnittliche Zahl der festangestellten Flüchtlinge soll von heute sieben in fünf Jahren auf 14 steigen. Bei den Ausbildungsplätzen soll die Zahl von heute durchschnittlich drei auf zwölf bis 2022 steigen. Viele Mittelständler betrachteten die Anstellung von Flüchtlingen als Investition in die Zukunft. Sie erhofften sich von den neuen Mitarbeitern frische Impulse und mehr interkulturelle Kompetenz in den Unternehmen. Den größten Vorteil bei der Integration von Flüchtlingen sieht ein Drittel der Befragten im Austausch der Kulturen und gemischten Teams. An zweiter Stelle steht mit 26 Prozent die soziale Anerkennung durch die Unterstützung von Flüchtlingen. Ein Fünftel gibt die überdurchschnittliche Motivation der Flüchtlinge als Vorteil an. Allerdings sehen die Unternehmen auch Probleme wie die Sprachbarriere oder die fehlende Qualifikation. Mit der vermehrten Einstellung von Flüchtlingen wird ein weiteres Thema adressiert, das den Mittelstand stark beschäftigt: der Fachkräftemangel. Er gehört zu den Herausforderungen, die von 74  Prozent Befragten als besonders relevant angesehen werden.

Befragung der ersten und zweiten Führungsebene in Unternehmen

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Die Online-Studie wurde vom Europäischen Forschungsfeld für Angewandte Mittelstandsforschung an der Universität Bamberg und der Professur für Unternehmensführung und -kontrolle an der Hochschule Aalen durchgeführt. Ausgewertet wurden 278 Fragebögen. 95 Prozent der Befragten gehörten der ersten und zweiten Führungsebene in ihrem Unternehmen an.

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Weiterführende Informationen:
Hier geht es zur Studie „Arbeitswelten 4.0 im Mittelstand“

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