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Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

17. Januar 2017

Gehirn gewöhnt sich ans Lügen

Unehrlichkeit ist Teil des sozialen Lebens – egal ob in der Finanzwelt, der Politik oder in persönlichen Beziehungen. Und die Gewohnheit zu lügen, wenn es einem nützt, wird mit der Zeit immer stärker, da sie von einem neuronalen Prozess unterstützt wird.

Lügen im Tomografen

Lesen Sie hier zwei Ausgaben.Das haben der Psychologe Neil Garrett vom University College London und seine Kollegen Stephanie C. Lazzaro, Dan Ariely und Tali Sharot in einer Studie gezeigt, die jetzt bei Nature Neuroscience veröffentlicht wurde. Mit Versuchen im Magnetresonanztomografen wiesen sie nach, dass bei eigennützigen Lügen die Reaktion der Amygdala mit der Zeit schwächer wurde.

Immer größere Lügengeschichten

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Die sinkende Aktivität der Amygdala spiegelt nach Ansicht der Forscher eine geringere emotionale Reaktion wider. Je schwächer die Aktivität wurde, desto dreister logen die Probanden in den folgenden Durchgängen. So kann es kommen, dass Menschen, die zunächst nur eine kleine Unwahrheit erzählen, mit der Zeit immer größere Lügengeschichten erfinden.

© Wirtschaftspsychologie aktuell, 2017. Alle Rechte vorbehalten.

Weiterführende Informationen:

Neil Garrett, Stephanie C Lazzaro, Dan Ariely & Tali Sharot (2016). The brain adapts to dishonesty [Abstract]. Nature Neuroscience 19, 1727-1732.

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