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Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

26. Oktober 2016

Gute Führung zahlt sich aus

Führung beeinflusst entscheidend den Erfolg. So sind im Durchschnitt 52 Prozent des Gewinns eines Unternehmens auf die Führung zurückzuführen. In Unternehmen mit einem starkem Personalbereich und guter Organisation liegen die Werte sogar noch höher. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie.

100 Führungskräfte und Personaler befragt

Lesen Sie hier zwei Ausgaben.Die Untersuchung mit dem Titel „Lohnt sich Führung?“ wurde von der Beratungsgesellschaft Mercer durchgeführt. Befragt wurden hundert Führungskräfte, Personalmanager und erfahrene Experten aus den Bereichen Führungskräfte- oder Organisationsentwicklung in deutschen, österreichischen und Schweizer Firmen.

Nur 39 Prozent gute Chefs

Die Führungsleistung wird jedoch auch kritisch gesehen. Die Mehrheit der Befragten schätzt den Anteil der Führungskräfte, die vorbildlich arbeiten, auf gerade einmal 39 Prozent. Dabei könnten Unternehmen ihren Gewinn im Schnitt um 2,4 Prozentpunkte steigern, wenn Führungskräfte mehr leisten würden.

Zu den fünf größten Hürden guter Führung, die von den Managern selbst erlebt werden, gehören:

Künftig noch höhere Erwartungen

„Die Erwartungen an Führung sind hoch und werden künftig wohl noch höher, nicht zuletzt durch allgegenwärtige Themen wie Digitalisierung, Arbeit 4.0, Diversity oder die demografische Entwicklung“, sagt Dieter Kern, Studienleiter bei Mercer. „Dem Personalbereich kommt bei der Bewältigung dieser Herausforderungen eine Schlüsselrolle zu.“

90 Prozent der Befragten meinen, dass die Geschwindigkeit von Veränderungen in Unternehmen in den vergangenen Jahren zugenommen hat. Für 46 Prozent ist das sogar „massiv und deutlich sichtbar“. In jedem vierten Unternehmen machen Change-Aufgaben bis zu zehn Prozent der Arbeitszeit von Führungskräften aus. Bei sechs Prozent der Unternehmen müssen Führungskräfte sogar 61 bis 80 Prozent ihrer Tätigkeiten dafür aufwenden.

Veränderungsbereitschaft am wichtigsten

Die am häufigsten erwünschten Führungsstile sind: partizipativ-kooperativer Stil (36 Prozent der befragten Unternehmen), transformationaler Führungsstil, bei dem Vorgesetzte anregen und begeistern (13 Prozent), charismatischer Führungsstil (7 Prozent) und Shared Leadership (4 Prozent).

Die fünf wichtigsten Eigenschaften, die eine Führungskraft in den kommenden Jahren besitzen sollte, sind:

Besser durch Training und Coaching

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Um Führungskräfte zu entwickeln, nutzen die befragten Unternehmen durchschnittlich elf verschiedene Maßnahmen. Zu den wichtigsten zählen Führungskräftetrainings, Coaching, Mentoring, Events und Konferenzen. In Unternehmen mit starker HR-Funktion gehört das zum Standard.

© Wirtschaftspsychologie aktuell, 2016. Alle Rechte vorbehalten.

Weiterführende Informationen:

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Sechs Themen spielen bei ethischen Entscheidungen von Führungskräften eine Rolle.

Führungskräfte, die Phrasen dreschen, wirken unglaubwürdiger und inkompetenter.

Lesen Sie im Themenschwerpunkt „Gefühle managen“ Fakten zu Gefühlswahrnehmung, Empathie, Emotionsarbeit, Charakter, Berufung, Büro-Freundschaften und Wohlbefinden.

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