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Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

11. Juli 2016

Schnell denken, länger leben

Wer schnell denkt und dabei über die Jahre nicht abbaut, lebt länger. Später stirbt auch, wer weiblich ist, sich für gesund hält und auf weniger Raucherjahre kommt. Das haben Genfer Forscher errechnet.

Was zögert den Tod hinaus?

Lesen Sie hier zwei Ausgaben.Ein Forscherteam um Stephen Aichele von der Universität Genf hat die Daten der „Manchester Longitudinal Study of Cognition“ ausgewertet. An dieser Studie nahmen seit 1983 insgesamt 6.203 Personen im Alter von 41 bis 97 Jahren teil. Sie wurden wiederholt zu ihrer Gesundheit und ihrem Lebensstil befragt. Außerdem wurde mit Intelligenztests geprüft, wie gut sie denken konnten. Die Forscher haben nun für die Fachzeitschrift Psychological Science ausgerechnet, was verhindert, dass man früher als andere stirbt.

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Folgende vier Faktoren verhinderten einen frühen Tod am wirkungsvollsten – je weiter oben, desto wichtiger:

Psyche war ausschlaggebend

Alle weiteren Größen wie Gedächtnisleistung, Anzahl bisheriger Erkrankungen, Freizeitaktivitäten oder verschriebene Medikamente waren bei weitem nicht so aussagekräftig fürs Überleben.

Die Forscher schreiben: „Unsere Auswertungen zeigen, dass zwei psychologische Variablen – subjektiver Gesundheitsstatus und altersbezogene Veränderungen in der Denkgeschwindigkeit – unter den Topvorhersagefaktoren fürs Überleben sind.“

© Wirtschaftspsychologie aktuell, 2016. Alle Rechte vorbehalten.

Weiterführende Informationen:

Stephen Aichele (Faculty of Psychology and Educational Sciences, University of Geneva), Patrick Rabbitt (Department of Experimental Psychology, University of Oxford ) & Paolo Ghisletta (Distance Learning University, Switzerland). (2016). Think Fast, Feel Fine, Live Long: A 29-Year Study of Cognition, Health, and Survival in Middle-Aged and Older Adults [Abstract]. Psychological Science, 27 (4), 518-529.

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In elf Studien kam heraus, dass Personen es kaum ertragen konnten, 15 Minuten lang zu denken.

Positives Denken endet in wirtschaftlichen Krisen und Arbeitslosigkeit.

Wer konstruktiv nachdenkt, wird kreativ. Wer grübelt, wird depressiv.

Im Themenschwerpunkt „New Work“ stehen Fakten zu neuer Arbeitswelt, Schreibtischlosigkeit, Werten, Erlebniskultur, Entfremdung und Psychopathie im Büro.

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