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Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

28. Juni 2016

Leitfaden für Führung in Teilzeit

In einem neuen Projekt wurde untersucht, was Führungskräften hilft, flexibler zu arbeiten. Daraus ist ein Leitfaden entstanden. In diesem steht, dass Teilzeit, Homeoffice oder Jobsharing häufiger angeboten als genutzt werden. Wenn Chefs weniger oder zu Hause arbeiten wollen, sollten sie den Nutzen betonen, diszipliniert sein und regelmäßig das Team sehen.

Befragung und Gruppeninterviews

Lesen Sie hier zwei Ausgaben.Die Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft und die Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin haben im Projekt „Flexship: Flexible Arbeitsmodelle für Führungskräfte“ untersucht, welche neuen Arbeitsregelungen für Führungskräfte passen. Die Ergebnisse wurden im Leitfaden „Flexibles Arbeiten in Führung“ zusammengefasst. Insgesamt antworteten 793 Befragte, wie sie Teilzeit, Arbeitstausch oder zu Hause arbeiten sehen. Außerdem wurden Gruppeninterviews bei Partnern wie der Deutschen Bahn oder der Max-Planck-Gesellschaft durchgeführt.

Nutzungsmanko

Flexibles Arbeiten wird häufiger angeboten als genutzt. Vor allem von größeren Firmen werden schon die gängigen Modelle angeboten – aber seltener genutzt. Im Einzelnen:

Ein besseres Leben

Teilzeit und Co. werden nicht unterstützt. Nach den Hürden für flexibles Arbeiten gefragt, werden fehlende Vorbilder genannt (70 Prozent), und dass es weder durch die oberste Führung unterstützt wird (67 Prozent) noch durch den direkten Vorgesetzten (64 Prozent).

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Lebensqualität steigt, Karrierechancen schwinden. Was ist an flexiblem Arbeiten gut und was schlecht? Als Vorteile sehen die Befragten, dass es das Leben verbessert (69 Prozent), motiviert (63 Prozent), leistungsfähiger (58 Prozent) und kreativer macht (57 Prozent). Aber auch Nachteile gibt’s: Teilzeit und Co. mindern die Karrierechancen (31 Prozent), verschlechtern den Austausch untereinander (29 Prozent) oder die Zusammenarbeit (25 Prozent).

Dem Team nutzen

Erfolgsfaktoren lassen sich ausmachen. Führungskräfte schilderten in den Interviews, wie sie die neuen Arbeitsformen erlebt hatten. Daraus lassen sich Erfolgsfaktoren ableiten, die Unternehmen helfen, Teilzeit oder Homeoffice einzuführen, etwa:

© Wirtschaftspsychologie aktuell, 2016. Alle Rechte vorbehalten.

Weiterführende Informationen:

Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft Berlin & Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (Hrsg.). (2016). Flexibles Arbeiten in Führung: Ein Leitfaden für die Praxis [PDF]. Berlin: Herausgeber.

Mehr zu Homeoffice, virtueller Führung und neuer Arbeit: Hier in die Wirtschaftspsychologie aktuell hineinschnuppern.

Wer täglich im Homeoffice sitzt, schenkt der Firma regelmäßig sechs Wochenstunden.

66 Prozent möchten lieber zu Hause arbeiten als im Firmenbüro.

Im Themenschwerpunkt „Die Psyche des Chefs“ stehen Erkenntnisse zu Managercharakter, Persönlichkeit, emotionaler Kompetenz, Humor und Ärger.

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