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Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

19. April 2016

Digitaler Wandel wird vernachlässigt

In nur wenigen deutschen Großunternehmen ist die Digitalisierung das wichtigste Thema. Häufig wird sie nicht von der Geschäftsführung direkt gesteuert. Die größte Hürde des digitalen Wandels sind gewohnte Strukturen, so die Ergebnisse einer neuen Befragung.

Führungskräfte von 2.000 Großunternehmen befragt

Alle Hefte im ÜberblickDie Studie wurde vom Beratungsunternehmen Etventure und von der GfK Nürnberg durchgeführt. Im Januar beantworteten dazu Führungskräfte aus 2.000 Großunternehmen mit mehr als 250 Millionen Euro Jahresumsatz telefonisch Fragen zum digitalen Wandel. Die Hauptergebnisse:

Strukturen verteidigen

Digitalisierung ist nicht am wichtigsten. 35 Prozent der Befragten nennen den digitalen Wandel als eines ihrer drei Topthemen. Für nur 6 Prozent ist es jedoch das wichtigste Thema. Immerhin meinen 60 Prozent der Führungskräfte, dass die Digitalisierung immer bedeutsamer wird. In nur 48 der Fälle wird sie aber direkt von der Geschäftsführung gesteuert. 92 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sich die Arbeit durch digitale Prozesse verändert. 18 Prozent vermuten, dass dabei Arbeitsplätze abgebaut werden. 23 Prozent erwarten jedoch einen Stellenzuwachs.

Gewohnte Strukturen sind größte Hürde. Als größte Hürde beim digitalen Wandel wurde mit 65 Prozent „die Verteidigung bestehender Strukturen“ in den Unternehmen genannt. Je größer die Firmen sind, desto häufiger wird dies angeführt. Als weitere Hürden sehen die Führungskräfte „fehlende Zeit“ (54 Prozent), „fehlende Erfahrung“ (52 Prozent) und dass Führungskräfte „notwendige weitreichende und radikale Entscheidungen“ scheuen (rund 40 Prozent).

Schneller durch Startups

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Ein Drittel arbeitet mit Startups zusammen. Um die Herausforderung des Digitalen zu meistern, arbeitet fast jedes dritte Unternehmen mit Startups zusammen. Damit sollen folgende Ziele erreicht werden:

© Wirtschaftspsychologie aktuell, 2016. Alle Rechte vorbehalten.

Weiterführende Informationen:

Deutsche stehen der Nutzung digitaler Medien, ob Infoportalen oder sozialen Medien, besonders kritisch gegenüber.

Ärgerlich, wenn Personaler mit fragwürdigen Daten arbeiten, ob mit Sprachprofil, Internetverhalten oder Handysensoren.

Im Themenschwerpunkt „Die Psyche des Chefs“ stehen neue Erkenntnisse zu Managercharakter, dunkler Triade der Persönlichkeit, emotionaler Kompetenz, Humor, Ärger und Selbstzweifeln.

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