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Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

10. März 2016

Deutsche sehen digitale Medien kritisch

Deutsche stehen der Nutzung digitaler Medien, ob Infoportalen oder sozialen Medien, besonders kritisch gegenüber. Im weltweiten Vergleich ist in Deutschland die Sorge am größten, dass darunter Freizeit, Berufsleben und sogar die Gesundheit leiden. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Digital Media and Society“.

Krank und gestresst

Alle Hefte im ÜberblickDas Weltwirtschaftsforum hat sie herausgegeben. Befragt wurden im Oktober 2015 insgesamt 5.070 Nutzer digitaler Medien aus Deutschland, Südafrika, Brasilien, China und den USA. Sie waren zwischen 15 und 69 Jahre alt und repräsentieren die jeweilige Bevölkerung.

Negative Folgen befürchtet. 19 Prozent der 1.023 befragten Deutschen befürchten, dass die „Fähigkeit, einen Ausgleich zwischen Arbeit und Freizeit herzustellen“ durch digitale Medien schlechter wird. Weltweit glauben das nur sieben Prozent. 24 Prozent der Deutschen sehen mehr Stress (weltweit 13 Prozent) und 26 Prozent Gesundheitseinbußen (weltweit 15 Prozent) durch die Mediennutzung auf sich zukommen.

Digitale Leistungsbremsen

Negative Erfahrungen gemacht. Diese Einschätzungen gehen mit entsprechenden Erfahrungen einher. Nur 24 Prozent der Deutschen meinen: „Meine Nutzung digitaler Medien in den letzten 12 Monaten hat allgemein die Qualität meines Berufslebens verbessert.“ Weltweit stimmen dem 50 Prozent zu.

Hemmende Mitmachmedien. Nur 14 Prozent der Deutschen meinen, dass sie durch die Nutzung von Facebook, Whatsapp, Youtube etc. leistungsfähiger geworden sind („Work-Effectiveness“), weltweit hingegen 42 Prozent. Für 19 Prozent der deutschen Befragten wirken sich soziale Medien negativ auf die Arbeit aus (weltweit 14 Prozent).

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Positiver Lerneffekt. Dennoch können Deutsche digitalen Medien auch Positives abgewinnen. So glauben 46 Prozent, dass dadurch ihre „Fähigkeit zu lernen und sich beruflich weiterzuentwickeln“ zunimmt (weltweit 68 Prozent). 40 Prozent sehen ihre „Fähigkeit zu arbeiten“ gestärkt (weltweit 66 Prozent). Die Fähigkeiten, die nach Meinung der meisten Deutschen – 42 Prozent – durch digitale Medien zunehmen, sind: „Schreibfertigkeiten“.

© Wirtschaftspsychologie aktuell, 2016. Alle Rechte vorbehalten.

Weiterführende Informationen:

World Economic Forum (Ed.). (2016). Digital Media and Society:Implications in a Hyperconnected Era. Shaping the Future Implications of Digital Media for Society Project Report. Prepared in Collaboration with Willis Towers Watson [PDF]. Cologny/Geneva, Switzerland: Editor.

Zeitfresser soziale Medien: 16 Prozent der Unternehmen wenden dafür mehr als zehn Personentage pro Monat auf.

25 Prozent der Unternehmen sind „aufgeschlossen und interessiert“ an der Nutzung großer Datenmengen, z.B. aus sozialen Netzwerken.

Wenn es um Facebook geht, werden Datenschützer schon mal deutlich. Begriffe wie Datenkrake oder Kannibalisierung des Individuums fallen.

Im Themenschwerpunkt „Umgang mit Umbrüchen“ geht es um Veränderungen, Wandlungskompetenz, Mitarbeiterführung, Willensstärke, Unternehmenskultur und Karrierewechsel.

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