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Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

9. März 2016

Neun schöne Dinge täglich helfen

Personen, die eine Woche lang abends neun schöne Erlebnisse notierten, waren danach verglichen mit einer Kontrollgruppe zufriedener und weniger traurig. Zu diesem Schluss kommen Hallenser Glücksforscher.

Sieben Tage Erhabenheit

Alle Hefte im ÜberblickDie Studie wurde von einem Team um René Proyer von der Universität Halle durchgeführt. 113 Personen nahmen daran teil. Eine Hälfte sollte eine Woche lang täglich am Abend neun „schöne Dinge“, die tagsüber erlebt wurden, in ein Onlinetagebuch tippen. Jeweils drei Dinge mussten sich dabei auf menschliches Verhalten, auf die Natur oder die Umgebung und auf Schönheit im Allgemeinen beziehen.

Die andere Hälfte bekam ein Kontrolltraining ohne Erhabenheitsnotizen. Am Ende dieser Woche, nach einem Monat sowie nach drei und sechs Monaten wurde jeweils gemessen, ob das Training zufriedener machte.

Glücklicher, weniger traurig

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Ergebnis: Teilnehmer des Schöne-Dinge-Trainings waren nach einer Woche und sogar noch nach einem Monat zufriedener und weniger niedergeschlagen als jene aus der Kontrollgruppe. Nach drei und sechs Monaten ließen sich keine Unterschiede mehr zwischen beiden Gruppen feststellen.

Dennoch freut sich René Proyer: „Es ist erstaunlich, dass wir die Effekte einer so kleinen und kurzen Übung bis zu einem Monat danach messen konnten.“ Die Ergebnisse werden in der Maiausgabe der Fachzeitschrift Personality and Individual Differences veröffentlicht.

© Wirtschaftspsychologie aktuell, 2016. Alle Rechte vorbehalten.

Weiterführende Informationen:

René T. Proyer (Department of Psychology at the Martin-Luther-University Halle-Wittenberg), Fabian Gander, Sara Wellenzohn & Willibald Ruch (Department of Psychology, University of Zurich). (2016). Nine beautiful things: A self-administered online positive psychology intervention on the beauty in nature, arts, and behaviors increases happiness and ameliorates depressive symptoms [Abstract]. Personality and Individual Differences, 94, 189-193.

Japanische Angestellte, die nur zehn Minuten pro Woche drei freudvolle Erinnerungen notierten, wurden glücklicher und gelassener.

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Auch Ärger oder Pessimismus können zu mehr Lebenszufriedenheit führen, weil sie zum Handeln anregen.

Je häufiger man Hobbys nachgeht und je abwechslungsreicher sie sind, desto zufriedener ist man mit seinem Leben.

Im Themenschwerpunkt „Umgang mit Umbrüchen“ geht es um Veränderungen, Wandlungskompetenz, Mitarbeiterführung, Willensstärke, Unternehmenskultur und Karrierewechsel.

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