Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management
Neues eDossier: Stress bewältigen
Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management Neues eDossier: Stress bewältigen Wirtschaftspsychologie aktuell

Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

10. Juni 2015

Big Data wird fürs Personalwesen wichtiger

Eine repräsentative Studie zeigt, dass große Datenmengen – Big Data – im Personalmanagement bislang verhalten genutzt werden. Großunternehmen sind dabei Vorreiter. 25 Prozent aller Unternehmen geben jedoch an, für Big Data zukünftig aufgeschlossen zu sein.

408 Personaler im Interview

Alle Hefte im ÜberblickDie Studie „Big Data im Personalmanagement“ wurde von Bitkom Research im Auftrag des Netzwerks LinkedIn durchgeführt. Dafür gab im Februar und März 2015 je ein Personalentscheider oder Geschäftsführer von 408 Unternehmen in Deutschland mit mehr als 50 Mitarbeitern ein zehnminütiges Interview. Die Unternehmensstichprobe war repräsentativ für Deutschland. Es wurden Fragen zur Einstellung gegenüber und zum Einsatz von Big Data – also von großen, häufig unstrukturierten Datenmengen – gestellt.

Aufgeschlossen für Big Data

Jedes vierte Unternehmen ist offen für Big Data. 25 Prozent der befragten Unternehmen sind „aufgeschlossen und interessiert“ an der Nutzung großer Datenmengen. Bei Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern liegt die Aufgeschlossenheit bei über 40 Prozent. Die meisten Potenziale von Big Data werden für die Personalplanung (33 Prozent), die Personalentwicklung (24 Prozent) und die Personalkommunikation (18 Prozent) gesehen.

Wenige Unternehmen nutzen bereits Big Data. Nur die Personalentscheider von neun Prozent der Unternehmen geben an: „Ja, Big Data ist bereits Teil unserer Prozesse und IT-Infrastruktur im Personalmanagement.“ 65 Prozent haben sich bisher noch nicht mit der Datennutzung für den Personalbereich beschäftigt. Vorreiter sind große Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern. Über 26 Prozent von ihnen haben sich „bereits mit Big Data im Personalmanagement beschäftigt“.

Personaler großer Unternehmen kennen sich besser aus. Nur drei Prozent kleiner Unternehmen (50 bis 99 Mitarbeiter), aber 40 Prozent großer Unternehmen (mehr als 500 Mitarbeiter) geben an, über „sehr gute Kenntnisse“ bezüglich Big Data im Personalmanagement zu verfügen. 81 Prozent der Personaler mit guten Kenntnissen geben an, sich „selbst in das Thema Big Data eingearbeitet“ zu haben.

Datenschutzrechtliche Bedenken

Geprüfte Fachinfos
in zwei neuen Ausgaben der Zeitschrift lesen –
mit 30% Preisvorteil.
Hier mehr erfahren.

Es werden mehr interne als externe Daten genutzt. 78 Prozent der Unternehmensvertreter sagen, unternehmensinterne Quelle zur Datenanalyse zu nutzen. Das sind beispielsweise Stammdaten, Weiterbildungstage oder Krankheitstage. Nur 16 Prozent nutzen externe Datenquellen wie Arbeitsmarktdaten, Analystenreports oder Daten aus sozialen Netzwerken.

Datenschutz und IT-Sicherheit bremsen Big Data. Als häufigste Hürden für die Nutzung von Big-Data-Lösungen wurden genannt: 1. datenschutzrechtliche Bestimmung (52 Prozent), 2. Anforderungen an die IT-Sicherheit (52 Prozent), 3. ausreichende Information über geeignete Big-Data-Analysemöglichkeiten (46 Prozent), 4. Vorbehalte aus ethischen und moralischen Gründen (33 Prozent) und 5. nicht genügend Big-Data-Spezialisten im Unternehmen (32 Prozent).

© Wirtschaftspsychologie aktuell, 2015. Alle Rechte vorbehalten.

Weiterführende Informationen:

Bitkom Research & LinkedIn (Hrsg.). (2015). Big Data im Personalmanagement. Ergebnisse Unternehmensbefragung. Berlin: Herausgeber.

Wenn es um soziale Medien geht, werden Datenschützer schon mal deutlich. Dann ist von der Datenkrake oder gar der Kannibalisierung des Individuums die Rede.

Computer können die Persönlichkeit eines Menschen besser beurteilen als Freunde oder Familienmitglieder. Das haben Forscher der Cambridge-Universität herausgefunden.

Als Ergebnis eines Projekts mit kommunalen Partnern wurde ein Leitfaden für die strategische Personalentwicklung herausgegeben mit den Instrumenten: Jobfamilien bilden, Personalkennzahlen auswerten, Trends ermitteln, künftige Kompetenzen bestimmen.

Der neue Themenschwerpunkt „Fit für den Erfolg“ zu Erfolgsfaktoren, Verhaltensstrategien, Gehaltsverhandlung, Eigeninitiative, Geduld, Misserfolg und Personalentwicklung.

Die Wirtschaftspsychologie aktuell im Schnupper-Abo testen.

Den monatlichen Newsletter der Zeitschrift bestellen.

Im Archiv ab 2001 blättern.