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Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

10. März 2015

Nach wie vor wenige Frauen in Vorständen

Eine neue Studie zeigt, dass nach wie vor wenige Frauen in Vorständen börsennotierter deutscher Unternehmen sitzen. Einen leichten Anstieg des Frauenanteils gibt es hingegen in den Aufsichtsräten.

160 börsennotierte Unternehmen untersucht

Alle Hefte im ÜberblickDie Studie wurde von der Volkswirtin Marion Weckes von der Hans-Böckler-Stiftung durchgeführt. Sie sah sich die 160 Unternehmen an, die zum Stichtag am 31. Dezember 2014 in den vier deutschen Börsenindizes DAX-30, MDAX, SDAX und TecDAX gelistet waren. Augenmerk lag auf der Geschlechterverteilung in Vorständen und Aufsichtsräten.

Wenige 5,5 Prozent

Nur 5,5 Prozent Frauen in Vorständen. In den 160 Unternehmen gab es Ende 2014 nur 36 weibliche Vorstandmitglieder und 621 männliche. Das ergibt eine Frauenquote von 5,5 Prozent. Sie sank damit gegenüber 2013, als sie noch bei 6,2 Prozent lag (41 Frauen und 625 Männer). Ende 2014 war keine einzige Frau Vorstandsvorsitzende. Zwischen 2005 und 2014 gab es in den börsennotierten Unternehmen nur drei weibliche Vorstandsvorsitzende.

18,8 Prozent Frauen in Aufsichtsräten. Ende 2014 saßen 18,8 Prozent Frauen in Aufsichtsräten – 315 von Frauen besetzte und 1.362 von Männern besetzte Mandate. Damit ist der Frauenanteil in Aufsichtsräten in den letzten Jahren stetig angestiegen. 2005 lag er noch bei 10 Prozent. Unter den Arbeitnehmervertretern in den Aufsichtsräten gab es 2014 mehr Frauen (25,2 Prozent) als unter den Anteilseignervertretern (nur 14,7 Prozent Frauen). Sechs Aufsichtsratsvorsitzende gab es zum 31. Dezember 2014 in den börsennotierten Unternehmen.

Managerinnen bereichern Unternehmen

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Frauen sind in den Spitzengremien deutscher Konzerne immer noch stark unterrepräsentiert. Um Geschlechtergerechtigkeit herzustellen, muss also noch viel getan werden. Am Ende gewinnen Unternehmen, wenn viele Managerinnen das Unternehmen lenken, so Marion Weckes (S. 28): „Ihr eigener Einfluss auf Entscheidungsprozess und der spezifische Führungsstil bereichert Organisationen und sichert ein besseres Unternehmensklima.“

© Wirtschaftspsychologie aktuell, 2015. Alle Rechte vorbehalten.

Weiterführende Informationen:

Marion Weckes (2015). Geschlechterverteilung in Vorständen und Aufsichtsräten [PDF]. Mitbestimmungsförderung, Report Nr. 10, März 2015. Düsseldorf: Hans-Böckler-Stiftung.

Der Themenschwerpunkt „Der Wert der Werte“ zeigt, wie sich Wertvorstellungen auszahlen. Darin werden Vertrauen, Authentizität, solidarische Wertegemeinschaften, Respekt, wertebasierte Selbstführung und Spiritualität ausführlich behandelt.

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