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Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

5. Dezember 2014

Schlechte Bewerbungsverfahren schaden allen

Was Kandidaten in Bewerbungsverfahren erleben, beeinflusst nicht nur ihre allgemeine Sicht auf Arbeitgeber. Auch der Blick auf das Unternehmen, auf seine Produkte oder Dienstleistungen ist davon betroffen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, für die der Softwarehersteller Softgarden 1.500 Bewerber online befragte.

Produkte boykottiert

Alle Hefte im ÜberblickBewerbungsprozesse und die Pflege der Arbeitgebermarke sind in den meisten Unternehmen organisatorisch voneinander getrennt. In den Köpfen der Bewerber fließt jedoch beides zusammen.

So stimmen 88 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass ihre Erlebnisse bei der Jobsuche ihre Sicht auf Arbeitgeber beeinflussen. Für 74 Prozent gilt das auch für das Unternehmen insgesamt und seine Produkte oder Dienstleistungen.

Immerhin 11 Prozent geben an, dass sie nach negativen Erfahrungen bei der Bewerbung erst einmal keine Produkte des Unternehmens mehr kaufen.

Für die nächsten Jahre gestorben

Zudem erschweren negative Erlebnisse den Zugang zu Talenten. So sagen 43 Prozent, dass das Unternehmen als Arbeitgeber für sie danach „erst einmal für ein paar Jahre gestorben“ ist. Fast jeder Zweite rät zudem Bekannten und Freunden von einer Bewerbung bei der Firma ab.

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Was beeinflusst die Wahrnehmung des Bewerbungsverfahrens positiv? Recruiter, die sich vor dem Vorstellungsgespräch gut über den Kandidaten informieren (95 Prozent) und eine zeitnahe Rückmeldung auf die Bewerbung (95 Prozent).

Für 91 Prozent prägt eine funktionierende Technik bei Online-Bewerbungen den Eindruck „stark“ oder „sehr stark“.

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