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Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

17. März 2014

Managerinnen-Stereotype in der Presse

Fürsorglicher Führungsstil, männlich auftretende Businessfrau, weiblich agierende Powerfrau – so sehen Managerinnen-Stereotype in der Presse aus. Das ist das Ergebnis einer Medienanalyse, die Forscherinnen an der Universität Göttingen durchführten.

Stereotype in Zeitungen und Zeitschriften

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Ein Forscherteam um Andrea Bührmann, Soziologin und Direktorin des Instituts für Diversitätsforschung der Universität Göttingen, hat biografische Porträts von Topmanagerinnen und -managern ausgewertet, die zwischen 2007 und 2012 in überregionalen Zeitungen und Zeitschriften erschienen. Die Ergebnisse wurden in den WSI-Mitteilungen der Hans-Böckler-Stiftung veröffentlicht. Folgende Stereotype von Managerinnen fanden sich dabei:

Fürsorglicher Führungsstil. Erfolgreiche Spitzenmanagerinnen wurden häufig so porträtiert, dass sie im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen einen fürsorglicheren Führungsstil hatten, eher am Wohl des Unternehmens interessiert, weniger risikofreudig und gierig waren.

Typ Business- und Powerfrau. Die Unternehmerinnen wurden entweder dem eher männlich auftretenden Typ der „Businessfrau“ oder dem eher weiblich agierenden der „Powerfrau“ zugeordnet.

Alle Hefte im Überblick„Natürlich gegebene“ Geschlechterunterschiede. Vielfach wurden Eigenschaften auf „natürlich gegebene“ Geschlechtsunterschiede zurückgeführt, was etwa Führungsstile, Motive oder Eigenschaften anging.

Andrea Bührmann betont jedoch, dass es diese natürlich gegebenen Geschlechterunterschiede nicht gebe. Außerdem unterschieden sich Topmanagerinnen eher von anderen Frauen als von männlichen Führungskräften in Spitzenpositionen.

© Wirtschaftspsychologie aktuell, 2014. Alle Rechte vorbehalten.

Weiterführende Informationen:

Andrea D. Bührmann (2014). Geschlechtergerechtigkeit und Geschlechterkonstruktionen: Die mediale Darstellung von Frauen in Top-Führungspositionen (Abstract). WSI-Mitteilungen, 2/2014, 97-104.

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