Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management
Neues eDossier: Stress bewältigen
Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management Neues eDossier: Stress bewältigen Wirtschaftspsychologie aktuell

Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

23. Januar 2014

Wahl der Schulform wirkt sich nicht nachteilig auf Karriere aus

Ob man auf die Realschule oder aufs Gymnasium geht, muss sich später nicht nachteilig auf die Karriere auswirken. Schüler, die für beide Schulformen geeignet waren, hatte durch die Wahl der Schule keine beruflichen Nachteile zu erwarten, wie eine neue Studie zeigt.

Jahrgänge von 1961 bis 1976 untersucht

Geprüfte Fachinfos
im Schnupper-Abo
der Zeitschrift: mit ausgewählten Themen, Experten, Praxistipps
und 30% Preisvorteil.
Erfahren Sie hier mehr.

Die Studie wurde von Christian Dustmann und Uta Schönberg vom University College London sowie von Patrick Puhani von der Leibniz Universität Hannover durchgeführt. Die Forscher werteten Zensus- und Sozialversicherungsdaten der Jahrgänge 1961 bis 1976 aus. Sie prüften, ob Schüler, die von ihren Kompetenzen her im Übergangsbereich zwischen Realschule und Gymnasium lagen, später Nachteile bei ihrer beruflichen Entwicklung durch die Wahl der Schulform hatten.

Ähnliche Abschlüsse und Jobaussichten

Ergebnis: Beide Gruppen der ehemaligen Realschüler und Gymnasiasten unterschieden sich später nicht darin, 1) welchen Bildungsabschluss sie erreichten, 2) ob sie eine Beschäftigung fanden und 3) wie viel sie im Beruf verdienten. Die Forscher erklären das Ergebnis mit der Durchlässigkeit des deutschen Schulsystems, wonach man beispielsweise nach der neunten Klasse die Schulform wechseln kann.

Alle Hefte im ÜberblickAllerdings gelten die Ergebnisse nur für Schüler, deren Fähigkeiten im Übergangsbereich lagen. Unbestritten ist immer noch, dass Gymnasiasten besser bezahlte Jobs finden als Realschüler. Das kann auch an der Schulform liegen.

© Wirtschaftspsychologie aktuell, 2014. Alle Rechte vorbehalten.

Weiterführende Informationen:

Christian Dustmann (University College London), Patrick A. Puhani (Leibniz Universität Hannover and IZA) & Uta Schönberg (University College London, IAB and IZA). (2014). The Long-Term Effects of Early Track Choice [PDF]. IZA (Institut zur Zukunft der Arbeit) Discussion Paper No. 7897.

Zur Ausgabe "Arbeitswelt der Vielfalt"

Zum Schnupper-Abo der Wirtschaftspsychologie aktuell

Zur Newsletter-Anmeldung

Zum Archiv