Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management
Neues eDossier: Stress bewältigen
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Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

28. Juni 2013

Mehr Sorgen und mehr Glück

Einer neuen Studie zufolge sorgen sich mehr Deutsche darum, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Andererseits schätzen sie ihre Arbeit mehr und sind glücklicher im Beruf. Anti-Stress-Maßnahmen, die sie sich von ihrem Arbeitgeber wünschen, sind Angebote zur Kinderbetreuung und zur Eindämmung psychosozialer Risiken.

Wohlbefindensstudie

Das sogenannte „Edenred-Ipsos-Barometer“ wurde vom Gutscheinkarten-Anbieter Edenred in Auftrag gegeben und vom Meinungsforschungsinstitut Ipsos durchgeführt. Im Februar und März beantworteten 7.200 Arbeitnehmer aus sechs europäischen Ländern (Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien) online Fragen zu ihrem Wohlbefinden bei der Arbeit, davon 800 aus Deutschland. Dieses jährlich erhobene Barometer wurde 2013 zum sechsten Mal durchgeführt. Die Hauptergebnisse:

Größte berufliche Sorge. Die Deutschen sorgen sich vor allem darum, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, was der Situation in anderen europäischen Ländern entspricht. Die einzelnen Sorgen:

Mehr Zukunftsängste. In Deutschland ist der Anteil derer, die nicht mehr auf die Zukunft ihres Unternehmens bauen, gegenüber dem Vorjahr von 18 auf 21 Prozent gestiegen. Eine leichte Zunahme bei den Zukunftsängsten gibt es auch in Großbritannien und Italien.

Größtenteils keine Wechselbereitschaft. 60 Prozent der Deutschen denken momentan nicht daran, ihr Unternehmen zu verlassen. 40 Prozent tun das, vor allem Angestellte ohne Führungsposition.

Mehr Glück. Gegenüber 2008 sind mehr Deutsche stolz auf ihre Arbeit und empfinden häufiger Glück und Erfüllung dabei:

Anti-Stress-Maßnahmen. Folgende Maßnahmen, die zu mehr Arbeitsqualität und weniger Stress führen , werden nach Meinung der Arbeitgeber vom Unternehmen nur unzureichend umgesetzt. Hier gibt es also Handlungsbedarf bei den Firmen:

Mehr Sorgen und mehr Glücksgefühle, wie passt das zusammen? Die Herausgeber der Studie führen diese Emotionen auf die europäische Schuldenkrise zurück. Diese schüre die Angst davor, den Arbeitsplatz zu verlieren. Andererseits sei man glücklich, überhaupt einer Erwerbsarbeit nachgehen zu können. Die eigene Arbeit werde mehr wertgeschätzt.

© Wirtschaftspsychologie aktuell, 2013. Alle Rechte vorbehalten.

Weiterführende Informationen:

Edenred (Hrsg.). (2013). Edenred-Ipsos-Barometer: Wohlbefinden und Motivation der Arbeitnehmer in Europa. Ausgabe 2013 [PDF]. München: Herausgeber.

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