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Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

30. April 2013

Jüngere Arbeitnehmer wollen häufiger gelobt werden

Jüngere Angestellte wollen im Gegensatz zu Älteren häufiger gelobt werden, sich nicht vom Beruf vereinnahmen lassen und sich seltener an den Arbeitgeber binden. Das sind die Ergebnisse einer neuen Umfrage zur jüngsten Arbeitnehmergeneration.

Wirtschaftswissenschaftler und Juristen befragt

Die Studie wurde im Auftrag der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) von der University of Southern California und der London Business School durchgeführt. Befragt wurden weltweit rund 44.000 PwC-Mitarbeiter dazu, wie sich die jüngste Generation der 18- bis 33-Jährigen von älteren Generationen unterscheidet. PwC-Mitarbeiter waren vorwiegend Wirtschaftswissenschaftler und Juristen. Welche Ergebnisse gab es?

Mehr Lob, Privatleben, Abwechslung

Jüngere sehen ihr Privatleben stärker vom Beruf beeinträchtigt als Ältere. 71 Prozent der 18- bis 33-Jährigen geben an, dass sie durch ihren Beruf Abstriche in ihrer Freizeit machen müssen. Nur 63 Prozent der Älteren sagen dies.

Jüngere wünschen sich ähnlich viel Flexibilität wie Ältere. 64 Prozent der Jüngeren möchten gerne von Zuhause aus arbeiten, was auch 66 Prozent der Älteren angeben.

Jüngere wollen häufiger im Ausland arbeiten als Ältere. 37 Prozent der Jüngeren können sich einen Auslandsaufenthalt im Laufe ihrer Karriere vorstellen. Nur 28 Prozent der Älteren tun dies.

Jüngere möchten mehr gelobt werden als Ältere. 41 Prozent der Jüngeren wünschen sich monatlich eine rasche Anerkennung für ihre Arbeit. Nur 30 Prozent der älteren Mitarbeiter würden das unterschreiben.

Mehr Jüngere als Ältere wollen keine langfristige Bindung an den Arbeitgeber. 38 Prozent der Jüngeren meinen, dass sie sich nicht vorstellen könnten, neun Jahre oder länger oder beim jetzigen Arbeitgeber zu bleiben. Nur 30 Prozent der Älteren sind dieser Ansicht.

Zusammenfassen ließe sich also, dass Jüngere mehr Lob und Abwechslung im Beruf sowie mehr Privatleben möchten. Allerdings ist es fraglich, ob alle Jüngeren oder nur junge Wirtschaftswissenschaftler und Juristen so denken. Zweite Einschränkung: Fraglich ist auch, ob die teils nicht sehr großen Unterschiede in den Prozentwerten wirklich etwas über Generationsunterschiede aussagen oder bloß zahlenmäßige Unterschiede sind.

© Wirtschaftspsychologie aktuell, 2013. Alle Rechte vorbehalten.

Weiterführende Informationen:

PwC (Editor). PwC’s NextGen: A global generational study. Evolving talent strategy to match the new workforce reality. Summary and compendium of findings (PDF). New York: Editor.

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