Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management
Neues eDossier: Stress bewältigen
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Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

28. März 2013

Best of Anti-Stress

Anti-Stress-Maßnahmen haben stets Konjunktur. Aber oft wiederholen sich die Tipps. Abschalten, ausgewogen essen, viel schlafen, auch mal nein sagen – all das kann man schon nicht mehr hören. Hier daher eine kleine Presseschau zu jüngst gegebenen Entspannungsratschlägen, die einigermaßen originell sind.

Mitgefühl mit sich selbst haben. Heidi Grant Halvorson nennt auf der Seite vom Harvard Business Manager als oberstes Gebot gegen Stress, dass man sich selbst verständnisvoll betrachten sollte. Oft ist man unter großer Arbeitslast zu streng mit sich selbst, fordert und fordert. Dann tut aber eher ein liebevoller Umgang mit der eigenen Person und seinen Fehlern Not.

Täglich eine Stunde lang Telefon und E-Mails abstellen. Report Psychologie und Psychologie Heute berichten über eine neue Studie, die Arbeitspsychologen durchgeführt haben. Manager sollten dabei zwei Wochen lang täglich eine Stunde lang ihr Telefon abstellen und ihr E-Mail-Postfach schließen. Die meisten genossen diese „stille Stunde“. Dafür sind allerdings Selbstdisziplin und ein gönnerhafter Chef notwendig.

Unangenehmes achtsam wahrnehmen. Jana Hauschild empfiehlt auf Spiegel Online Gesundheit, mal ein paar Minuten lang das zu betrachten, was Unangenehm ist. Sich zum Beispiel als Soulhörer mal ein Stück eines Klassiksenders im Radio anhören, mit voller Hingabe und viel Liebe zu den unerhörten Tönen, diese genau studierend. Man wird stark, wenn sich man Unangenehmem bewusst zuwenden kann.

„Darf ich kurz darüber nachdenken?“ Diese Frage sollte man Eric Herdt von der Rheinischen Post Online zufolge als erstes sagen, wenn man zusätzliche Arbeit möglichst diplomatisch abwehren will. Sie gibt einem Bedenkzeit und man kann sein „Nein“ besser vorbereiten.

Dehnungsfugen zwischen zwei Tätigkeiten einbauen. Der Psychologe Stephan Grünewald rät im Interview mit dem Standard zu „Dehnungsfugen“. Das sind kleine Pufferzeiten zwischen zwei Tätigkeiten. Nach dem Aufwachen soll man nicht gleich zum Smartphone greifen, sondern langsam in den Tag hineinfinden. Sich Extrazeiten beim Duschen oder Essen genehmigen, gehört auch dazu.

Sich einen Toilettengang gönnen. Auf Zeit Online wird wirklich eine Ernährungsmedizinerin zitiert, die behauptet, Mitarbeiter würden zu wenig trinken, weil sie keine Zeit zum anschließenden Toilettengang hätten. Diese riesige Hürde überwinden und mal bewusst aufs stille Örtchen gehen hätte also einen Zweifachnutzen: man trinkt viel und leistet sich was.

Einen erinnerungswürdigen Knautschgegenstand in die Hand nehmen. Knetbälle in Neonfarben kennt man. Hella Kaiser vom Tagesspiegel berichtet jedoch von einem Anti-Stress-Schiff, das man knautschen kann. Man fühlt das schaumige Schiffchen und denkt zudem noch an die Urlaubsreise zurück. Kaufen sollte man seinen Knautschgegenstand also am besten im Urlaub, der zu den vortrefflichsten Erinnerungen einlädt.

Eine Stunde täglich zu Fuß gehen. Viel bewegen! Aber wie viel? Heike Kowitz nennt auf Welt Online endlich Fakten: eine Stunde pro Tag. Wobei der befragte Experte bei „Bewegung“ doch etwas schwammig bleibt. Vielleicht kann man sich aufs Zufußgehen außer Haus einigen. Alle dortigen Bewegungen können zur besagten Stunde aufsummiert werden.

Apps sind nicht wirklich zu empfehlen. Das hat Julia Merlot erfahren, die Smartphone-Programme zum Entspannen testete. Eine App bestimmte auf fadenscheinige Weise Stresslevel, mit einer anderen wurde es schnell langweilig, und die dritte piepte wie ein nerviges Elektrogerät. Also besser den Hosentaschencomputer auslassen.

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