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Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

2. Mai 2012

Berufsverband Deutscher Psychologen will betriebliches Gesundheitsmanagement fördern

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) hat am 29. April auf seiner Delegiertenkonferenz in Göttingen die weitreichende Bedeutung der Erhaltung von Gesundheit betont. Er forderte die Verantwortungsträger in Politik und Gesellschaft auf, dafür nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen.

Informationen und politische Aktivitäten fürs Gesundheitsmanagement

Die Psychologenschaft will und kann dazu in erheblichem Maße beitragen. So kündigte der BDP an, die breite Implementierung eines Gesundheitsmanagements in Unternehmen zu fördern.

Dem sollen unter anderem der diesjährige Bericht des Verbandes zu den psychologischen Faktoren der großen Volkskrankheiten dienen sowie eine Reihe weiter Informationsmaterialien, darunter praktikable Checklisten zum kontinuierlichen betrieblichen Gesundheitsmanagement, Register für diesen Bereich mit Gesundheitspsychologen, Coaches, Stress- und Entspannungsexperten.

Auch durch politische Aktivitäten will der BDP dazu beitragen, Institutionen im Arbeitsschutz und die zuständigen Ministerien für dieses Themas stärker zu sensibilisieren. Anlass dafür sind zum einen die steigenden Zahl von diagnostizierten psychischen Störungen zum anderen aber auch die wachsenden Belastungen sowohl am Arbeitsplatz.

Organisationspsychologie ist entscheidend: Transparenz, Partizipation und Personalauswahl

Neben der Unterstützung von Einzelnen (z.B. im Stressmanagement) oder von Gruppen (z.B. zu Kommunikationsabläufen in Unternehmen und zur Verbesserung des Teamklimas) ist aus Sicht des BDP die permanente organisationspsychologische Entwicklung das wesentliche Potenzial.

„Es wird viel über Burnout geredet, aber viel zu wenig über die Phase lange vor der Entstehung einer massiven psychischen Erkrankung“, so BDP-Präsidentin Sabine Siegl. Die Bereitschaft von Unternehmen, sich auf dem Gebiet des Gesundheitsmanagements zu engagieren sei groß, worin die Schritte jedoch im Einzelnen bestehen sollten, sei vielen nicht bewusst.

Deshalb werde auf einen bunten Strauß von Maßnahmen zugegriffen, dessen Effizienz für die gesundheitliche Stabilisierung von Menschen nicht immer erwiesen sei. Es geht nicht nur um ergonomisches Sitzen und ausreichende Pausen, sondern auch um die Transparenz von Abläufen, Entscheidungsspielräume und Partizipationsmöglichkeiten sowie um passgenaue Personalauswahl, so Siegl.

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