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Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

25. August 2011

Fehlzeiten: Der Chef als Gesundheitsfaktor

Mehr Einsatz für die Mitarbeiter, mehr Feedback und öfter mal ein Lob für gute Arbeit – das wünschen sich Beschäftigte von ihrer Führungskraft. Dass sich der Einsatz lohnt, bestätigt der Fehlzeiten-Report 2011. Danach haben Mitarbeiter, die von ihren Führungskräften gut informiert werden und Anerkennung erfahren, weniger gesundheitliche Beschwerden und identifizieren sich häufiger mit ihrem Unternehmen.

Führungsaufgabe Gesundheit

Im Mittelpunkt des diesjährigen Fehlzeiten-Reports steht die „Führungsaufgabe Gesundheit“. Dazu wurden Mitarbeiterbefragungen von 147 Unternehmen mit insgesamt 28.223 Teilnehmern analysiert. Demnach nehmen 54,5 Prozent der befragten Mitarbeiter Lob von ihrem Vorgesetzten nur selten beziehungsweise nie wahr. 41,5 Prozent sagen aus, dass ihre Meinung vom Vorgesetzten bei wichtigen Entscheidungen nicht beachtet würde. Gleichzeitig ist jedoch mehr als ein Drittel (35,5 Prozent) der Befragten überzeugt, dass durch mehr Einsatz des Vorgesetzten für die Mitarbeiter die gesundheitliche Situation am Arbeitsplatz verbessert werden kann.

Mehr Krankheitstage

Der Report informiert auch über die Ausfalltage der deutschen Wirtschaft insgesamt. Obwohl der Krankenstand 2010 im Vergleich zum Vorjahr bei 4,8 Prozent stagniert, hat die Zahl der Krankheitstage erneut leicht zugenommen. Ein Trend, der sich auch im ersten Halbjahr 2011 fortsetzt. Im Durchschnitt dauerte 2010 eine Arbeitsunfähigkeit 17,6 Tage.

Mehr psychische Erkrankungen

Die meisten Krankheitstage entfielen 2010 auf die Gruppe der Muskel- und Skeletterkrankungen (24,2 Prozent), gefolgt von akuten Verletzungen (12,9 Prozent), Atemwegserkrankungen (12 Prozent) und psychische Erkrankungen (9,3 Prozent). Letztere nehmen weiter zu. So sind die dadurch bedingten Arbeitsunfähigkeitstage im Vergleich zum Vorjahr erneut um 0,7 Prozentpunkte gestiegen. Damit haben die Fälle der Arbeitsunfähigkeit aufgrund psychischer Erkrankungen  seit 1994 um mehr als 100 Prozent zugenommen.

Wirtschaftspsychologie-aktuell.de

Weiterführende Informationen:

Fehlzeiten-Report 2011: Führung und Gesundheit

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