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Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

1. Dezember 2010

Human-Resources-Studie: Personaler sind schlecht aufgestellt

Beim Thema Personalmanagement haben Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz deutlichen Nachholbedarf: Nur sieben Prozent der Firmen betreiben bislang eine exzellente Personalarbeit.

Das ergab die Studie „HR Strategie & Organisation 2010/2011“ der Managementberatung Kienbaum, an der sich 232 Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum beteiligt haben.

Was ist exzellente Personalarbeit?

Exzellente Personalarbeit bedeutet für Kienbaum, dass die Unternehmen auf vier Ebenen zu den Besten gehören. Das reicht von Strategie und Positionierung von HR über die Organisation und Steuerung des Personalmanagements, die HR-Produkte und -Prozesse bis zu den Kompetenzen der HR-Mitarbeiter.

Arbeit gefällt vielen nicht

Das derzeitige Bild der Personalarbeit ist teils negativ: Weniger als die Hälfte der Personaler sind mit ihrer Arbeit zufrieden; nur neun Prozent sehen Karrieremöglichkeiten außerhalb von HR. Die Personalfunktionen sind daher für Top Performer und High Potentials offensichtlich noch nicht attraktiv genug.

Ins Stocken geraten: Strategie, Organisation, Kompetenzen

Die strategische Ausrichtung der Personalarbeit hat sich in den vergangenen Jahren nicht signifikant verbessert: Personaler sehen hier weiterhin mangelnde Kapazitäten und die Dominanz operativer Aufgaben als wesentliche Hürden an.

Auch die Weiterentwicklung der Organisation der Personalbereiche ist ins Stocken geraten. Die befragten Unternehmen erreichen vielfach die selbst gesetzten Ziele bei der Steigerung der Kosteneffizienz und der Fokussierung auf Wertschöpfung nicht.

Dabei bestehen die größten Umsetzungsschwierigkeiten im HR-Bereich selbst – unter anderem aufgrund unzureichender Verhaltensänderungen der HR-Mitarbeiter und ihrer fehlenden Kompetenzen.

Talent Management nicht ganzheitlich

Verbesserungspotenzial gibt es auch beim Talent Management, dessen Bedeutung weiter steigt. Dabei haben die Unternehmen besonders ihre internen Zielgruppen im Blick und investieren in die Entwicklung und Bindung ihrer Talente und Nachfolger. Sie verstehen Talent Management jedoch bisher vielfach nicht als ganzheitlichen Prozess.

„High Performance HR" für künftige Engpässe

„Die Studienergebnisse sind kritischer als in den vergangenen Jahren“, sagt Paul Kötter, Direktor und Partner bei Kienbaum und verantwortlich für das Themenfeld HR Strategie & Organisation.

„Wenn die ‚Human Resources‘ künftig ein wesentlicher Engpassfaktor für die Unternehmensentwicklung werden, ist das kommende Jahrzehnt entscheidend für die Positionierung der Personalbereiche: Entweder es gelingt die Schaffung einer ‚High Performance HR‘ oder die Personalfunktion stellt sich selbst in Frage.“

Wirtschaftspsychologie-aktuell.de

Weiterführende Informationen:

Kienbaum (Hrsg.). (2010). HR Strategie & Organisation. Studie 2010/2011 (PDF).

Kienbaum (Hrsg.). (2010). Kienbaum-Studie HR Strategie & Organisation 2010/2011 (Pressemitteilung).

Professor Dr. Rainer Strack, Senior Partner der Unternehmensberatung The Boston Consulting
Group (BCG), Düsseldorf & Carsten von der Linden, Diplom-Psychologe, Associate bei BCG, Düsseldorf (2008). Talente: weltweit gesucht. Wirtschaftspsychologie aktuell, 3/2008 (PDF).

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