Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management
Neues eDossier: Stress bewältigen
Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management Neues eDossier: Stress bewältigen Wirtschaftspsychologie aktuell

Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

Neuigkeiten aus der Wirtschaftspsychologie, Personalpsychologie, Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie.

23. Januar 2020
Unternehmenswandel gesund bewältigen
In der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung berichteten 40 Prozent der abhängig Beschäftigten, dass sie in den vergangenen zwei Jahren wesentliche Umstrukturierungen in ihrem unmittelbaren Arbeitsumfeld erfahren haben. Solche Restrukturierungen, wie beispielsweise Ver- oder Auslagern von Unternehmensteilen, erhöhen das Risiko gesundheitlicher Beschwerden bei den Betroffenen. Ebenso sehen sie sich einer erhöhten Arbeitsintensität ausgesetzt. Gutes Führungsverhalten mildert diese Auswirkungen. Diese und weitere Ergebnisse enthält das neue Faktenblatt „Gesund durch die Restrukturierung – Das Führungsverhalten ist wichtig“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Mehr...

21. Januar 2020
Psychisch gesünder dank Rente
Das Renteneintrittsalter wurde in den vergangenen Jahren europaweit angehoben. Wie wirkt sich das auf Arbeitnehmer und deren Gesundheit aus? Dr. Ingo Kolodziej, externer Lehrbeauftragter an der Hochschule Fresenius in Düsseldorf, hat gemeinsam mit Dr. Pilar García-Gómez von der Erasmus University Rotterdam untersucht, welchen Effekt die Rente auf die psychische Gesundheit hat. Mehr...

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16. Januar 2020
Neue Broschüre: Algorithmen in der Personalauswahl
Algorithmische Systeme werden die Personalarbeit und das Berufsbild der Personaler stark verändern. Das Angebot reicht bereits von Software zur Analyse des Arbeitsmarktes und seiner Entwicklung über Tools, die die Wechselwilligkeit potenzieller Mitarbeiter berechnen, bis zu automatisierten Lösungen, die Bewerbungen filtern oder Auswahlgespräche führen. Arbeitgebern bieten Algorithmen die Chance, passendere Mitarbeiter zu finden, Bewerbungsprozesse fairer zu gestalten und Personalern Zeit zu verschaffen, sich auf die persönliche Interaktion mit Kandidaten zu konzentrieren. Mehr...

14. Januar 2020
Soziale Anerkennung schlägt Geld
Schadet eine Lüge dem Status, verzichten Menschen eher auf finanzielle Vorteile. Menschen sind ehrlicher, wenn sie über Wissensbereiche mit hohem gesellschaftlichen Ansehen sprechen. Das gilt auch dann, wenn sie einen finanziellen Anreiz haben zu lügen, zeigt eine neue Studie aus der Verhaltensökonomie. Vertrauensfragen werden in der Wirtschaft wichtiger, wenn Expertise über immer komplexere Technologien immer schwieriger zu überprüfen ist. Kunden wollen, dass eine Verkäuferin ehrlich über ein kompliziertes Hightech-Produkt informiert. Doch die Verkäuferin könnte die Nachteile des Produkts leugnen, um eine Verkaufsprovision zu erhalten. Mehr...

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9. Januar 2020
Beim Zitronenduft links abbiegen
Hunde, Katzen, Ratten, Ameisen und viele andere Tiere können sich sehr gut anhand von Gerüchen in ihrer Umgebung orientieren. Bei Menschen wurde diese Fähigkeit bislang nicht vermutet – auch wenn es dazu bislang kaum experimentelle Studien unter kontrollierten Bedingungen gab. Diese Lücke wurde nun von Privatdozent Kai Hamburger und Professor Markus Knauff von der Abteilung für Allgemeine Psychologie und Kognitionsforschung der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) geschlossen. Wie ihre Forschungen, die jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „Cognitive Science“ veröffentlicht wurden, ergeben haben, können Menschen viel besser als bislang vermutet ihre Nase nutzen, um sich in ihrer Umgebung zurechtzufinden. Mehr...

7. Januar 2020
Unternehmenskultur hält vor allem Frauen von Homeoffice ab
Viele Jobs ließen sich zumindest teilweise zu Hause erledigen, was Müttern und Vätern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern würde. Dennoch macht das nur ein Teil von ihnen. Woran das liegt, haben Yvonne Lott, Forscherin am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung, und Anja Abendroth von der Universität Bielefeld untersucht. Ihre neue Studie zeigt, dass Barrieren, die sich in der Unternehmenskultur finden, eine wichtige Rolle spielen, wenn Beschäftigte nie von zu Hause aus arbeiten. Mehr...

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Disrupt Yourself2. Januar 2020
Buchbesprechung – Neue Personalstrategien zwischen Stabilität und Agilität
Das traditionelle Verständnis im Personalmanagement ist auf Stabilität ausgerichtet. In dynamischen und digital geprägten Arbeitswelten stoßen die etablierten HR-Systeme, Prozesse und Instrumente jedoch an ihre Grenzen. Sie werden in der Praxis oft als unflexibel und nicht effektiv wahrgenommen. Die notwendige Agilität erfordert neue Konzepte der Führung und Organisation. Doch wer nicht nur Trends hinterherjagen möchte, sondern die Rolle von HR in diesem (digitalen) Transformationsprozess mitgestalten will, sollte seine Personalstrategie überprüfen. Mehr...

18. Dezember 2019
Pünktlich, zuverlässig und organisiert
Auch in der digitalen Arbeitswelt zählen klassische Tugenden wie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Das zeigt eine Befragung der Online-Jobplattform Stepstone zum Thema Kooperation und Kollaboration am Arbeitsplatz. 82 Prozent der rund 14.000 Befragten halten Organisationsfähigkeit und 72 Prozent Zeitmanagement für besonders wichtig, um im Team erfolgreich zu sein. Mehr...

17. Dezember 2019
Studie „Karriere-Websites 2019“: Noch viel Luft nach oben
Zum 11. Mal seit 2000 wurden an der Hochschule RheinMain 146 Karriere-Websites bedeutender Arbeitgeber in Deutschland analysiert und bewertet. Dabei zeigt sich ein sehr gemischtes Gesamtbild. Einerseits haben nach der vorliegenden Studie viele Unternehmen ihre Karriereseiten in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt. Andererseits zeigen sich – gerade bei einem größeren Teil der Arbeitgeber aus Mittelstand, Digitalwirtschaft und öffentlicher Verwaltung – noch deutliche Defizite, so das Forscherteam. Mehr...

12. Dezember 2019
Jede fünfte beschäftigte Person hat zu kurze Ruhezeiten
Beschäftigte Personen mit verkürzten Ruhezeiten haben häufiger gesundheitliche Beschwerden und eine schlechtere Work-Life-Balance. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Die Studie zeigt ebenso, dass das Risiko größer ist, die Ruhezeiten nicht einzuhalten, je länger die Tages- beziehungsweise Wochenarbeitszeiten der beschäftigten Personen sind. Die Publikation baua: Bericht kompakt „Verkürzte Ruhezeiten: Auswirkungen auf die Gesundheit und die Work-Life-Balance“ fasst diese und weitere Forschungsergebnisse übersichtlich zusammen. Mehr...

10. Dezember 2019
Mit Zimtduft zum weihnachtlichen Kaufrausch
In einer Studie haben Wirtschaftswissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg nachgewiesen, dass Konsumenten eher teure Luxusprodukten kaufen, wenn sie warmen Düften wie Zimt, Vanille oder Karamell ausgesetzt sind. Die Wissenschaftler erklären das Verhalten damit, dass sich Menschen durch warme Düfte eingeengt fühlen, etwa so, als würden sie sich in einer großen Menschenmenge befinden. „Um dieses beklemmende Gefühl zu kompensieren und sich von anderen abzuheben, kaufen wir Statusprodukte – also eher den SUV als den Kleinwagen“, erklärt Juniorprofessor Marcel Lichters von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der Universität Magdeburg. Das gebe den Konsumenten „gefühlt“ die Kontrolle über die Situation zurück. Mehr...

5. Dezember 2019
Die Besten der Besten: Wer trifft in Gruppen von Expertinnen und Experten die genauesten Entscheidungen?
Wenn Expertinnen und Experten Prognosen oder Diagnosen stellen, sind sie sich nicht immer einig. Doch wie findet man heraus, wer in einer Gruppe die genauesten und somit besten Entscheidungen trifft? Ein interdisziplinäres Forschungsteam vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei hat dazu eine einfache Methode entwickelt und erfolgreich in verschiedenen Gruppen getestet. Die Ergebnisse der Studie sind im Journal Science Advances erschienen. Mehr...

3. Dezember 2019
Wann es sinnvoll ist, den Vertriebler zu wechseln
Die persönliche Beziehung eines Vertriebsmitarbeiters oder einer Vertriebsmitarbeiterin zum Kunden oder zur Kundin beeinflusst maßgeblich den Erfolg einer Geschäftsbeziehung zwischen zwei Unternehmen. Bisher galt die Annahme, dass der Wechsel des Vertrieblers diese Beziehung verschlechtere und somit das Geschäft schädige. Eine Studie des Sales Management Departments der Ruhr-Universität Bochum (RUB) zeigt, dass unter Umständen sogar das Gegenteil der Fall sein kann. Die Forscher berichten in der führenden Fachzeitschrift in diesen Bereich, dem Journal of Marketing. Mehr...

28. November 2019
Guter Geruch, gutes Geschäft
In einer Metaanalyse wurden 64 Studien mit 71 Stichproben und insgesamt 15.000 Probandinnen und Probanden nach der Frage untersucht, inwiefern atmosphärische Gerüche einen Effekt auf Erlebnisse und Aktivitäten in Einkaufs- und Dienstleistungsumgebungen haben. Das Fazit: Gerüche können unter idealen Bedingungen einen positiven Einfluss auf das Kundenverhalten haben. Mehr...

26. November 2019
Hubertus Heil: „Attraktive Arbeitsbedingungen sind ein Aushängeschild für Arbeitgeber“
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat in Berlin gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Demografieagentur für die Wirtschaft, Lutz Stratmann, 16 Unternehmen, Verwaltungen und Verbände für ihre guten Arbeitsbedingungen und moderne Personalpolitik ausgezeichnet. Diese haben nach dem Durchlaufen des Audits „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“ der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) vorbildlich gezeigt, wie sie mit einer zukunftsorientierten Unternehmenskultur den Wandel der Arbeitswelt erfolgreich bewältigen und unter aktiver Mitwirkung der Beschäftigten Arbeitsprozesse und Personalstrategien optimieren. Mehr...

21. November 2019
Verhandlungstaktik: Angebote sind attraktiver als Forderungen
Schon der Verhandlungsbeginn kann entscheidend sein für die Frage, wer am Ende das bessere Ergebnis erzielt. Verhandlungspartner reagieren auf erste Vorschläge nämlich sehr unterschiedlich, je nachdem, wie sie formuliert werden: Parteien, die erste Vorschläge als Angebote erhalten, gehen viel eher darauf ein und machen mehr Zugeständnisse als Parteien, die gleich zu Beginn mit Forderungen konfrontiert werden. So lautet das Ergebnis einer Studie, die der Psychologe Dr. Johann Majer von der Leuphana Universität Lüneburg zusammen mit Kollegen seiner Universität und der Columbia University in New York veröffentlicht hat. Mehr...

19. November 2019
Wo Kulturen sich begegnen
Viele Arbeitsplätze bieten ein stark interkulturell geprägtes Umfeld. Ob in der Entwicklungsabteilung einer IT-Firma, in der Kleiderkammer des Roten Kreuzes oder im Seminar an einer Universität: In vielen Unternehmen und Institutionen treffen Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen aufeinander. Wie wirkt sich die Fähigkeit, damit umzugehen, auf die berufliche Leistung aus? Mehr...

Disrupt Yourself14. November 2019
Buchbesprechung – Disrupt Yourself: Vom Abenteuer, sich in der digitalen Welt neu erfinden zu müssen
Christoph Keese hat bereits 2014 ein lesenswertes Buch zum digitalen Wandel veröffentlicht. In „Silicon Valley“ schildert er anschaulich, in welchem Umfeld digitale Innovationen gedeihen. Im darauffolgenden Band „Silicon Germany“ beschreibt er, was in Deutschland passieren muss, um den Anschluss an die Digitalisierung nicht zu verpassen. Nun also „Disrupt Yourself“ quasi als Fortsetzung der früheren Überlegungen, allerdings mehr auf der Ebene des Individuums. Kurz gesagt geht es um die Antwort auf die Frage, wie sich die Digitalisierung auf den Leser auswirken wird und wie er den Veränderungen proaktiv begegnen kann. Mehr...

12. November 2019
Macht Hunger egoistisch?
Hunger ist ein unangenehmer Zustand. Man wird garstig und gereizt, und je länger man nichts isst, desto tiefer sinkt die Laune. Da liegt es doch auf der Hand, dass Hunger auch egoistisch macht – oder nicht? Ist jemand, der hungrig ist, wirklich so sehr auf seine eigenen Interessen bedacht, wie einige psychologische Studien und Befunde nahelegen? In einer aufwändigen Studienreihe ist ein internationales Team von Psychologinnen und Psychologen aus Gießen, Hildesheim, Bamberg, Amsterdam und Oxford dieser Frage systematisch nachgegangen. Von der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) war die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jan Häusser, Professur für Sozialpsychologie, beteiligt. Mehr...

7. November 2019
Gründer aus der Wissenschaft: Scheitern am Teamgeist und Pragmatismus
Deutschlands Wissenschaftler gründen zu wenig. Eine Forschungsprojekt an der Technischen Universität München untersucht erstmals die psychologischen Faktoren, die oftmals zum Scheitern führen. Deutschland ist weltweit einer der Topstandorte für Spitzenforschung. Im globalen Wettbewerbsbericht 2018 des Weltwirtschaftsforums belegt es bei der Innovationsfähigkeit sogar Platz 1. Gleichzeitig gibt es nur wenige Ausgründungen aus der Wissenschaft. Mehr...

Christian Scholz

5. November 2019
Nachruf: Professor Christian Scholz ist tot
Christian Scholz starb am 4. Oktober mit 66 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit. Mehr als 30 Jahre lehrte der Österreicher als Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Organisation und Personalmanagement an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken. Mehr...

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