Coaching

Wie vermarkten sich Coaches erfolgreich?

Redaktion

06.08.2020

Wie vermarkten sich Coaches erfolgreich? -
Wie vermarkten sich Coaches erfolgreich? -
Coaches müssen ihre Dienstleistungen zielgruppengerichtet anpreisen (Foto: amy-hirschi_unsplash.com)

Klappern gehört zum Handwerk. Dieses Sprichwort gilt auch für Coaches. Nur wer die eigenen Dienstleistungen zielgruppengerichtet anpreist, wird am Markt wahrgenommen und erhält Aufträge. Durch Warmakquise gelingt es Coaches, die meisten Aufträge abzuschließen. Dies zeigt eine neue Coaching-Marktanalyse.

Um auf das eigene Angebot aufmerksam zu machen, nutzen Coaches viele verschiedene Marketingmaßnahmen. An erster Stelle setzen Coaches dabei die eigene Homepage (16,17 Prozent der Befragten) und die Warmakquise (19,94 Prozent der Befragten). Weitere Marketinginstrumente, die eingesetzt werden, sind Social Media (10,46 Prozent), Profil in einer Coach-Datenbank (7,58 Prozent) und aktive Pflege von Referenzkunden (7,18 Prozent).

Aber gelingt es Coaches auch, über diese Marketingmaßnahmen Aufträge zu akquirieren? Ja! Die meisten Aufträge bekommen Coaches dabei über die Warmakquise (18,90 Prozent). Dies bedeutet also, Kundinnen und Kunden, die bereits eine erfolgreiche Geschäftsbeziehung zu einem Coach unterhalten, kommen wieder. Ein Vorteil für Coaches ist dabei, dass sie bestehenden Kunden ihr Angebot nicht mehr erklären müssen. Außerdem besteht bereits ein Vertrauensverhältnis. Gerade im Coaching ist dies sehr wichtig.

Das eigene Angebot klar herausstellen

Neben der Warmakquise erhalten Coaches viele Aufträge über die eigene Homepage (15,72 Prozent). Hier ist es wichtig, dass Coaches das eigene Angebot klar herausstellen: „Je klarer das Angebot, desto eher reagiert die Kundschaft“, sagt Petra Jagow, Diplom-Psychologin und Wirtschaftspsychologin in Ausgabe 10/2019 von Report Psychologie. Um das eigene Angebot zu schärfen und zu vermarkten, empfiehlt sie Folgendes: „Schau dir deine Lieblingskundinnen und -kunden an, und wie du sie gewonnen hast. Wenn du davon mehr möchtest: Worauf sind die abgefahren? Was hat denen gefallen? Was hat die bewogen, dich zu buchen?“

Es sind also drei Schritte nötig, um seine eigenen Angebote zu vermarkten:

  • Was möchte die Kundin? Was sucht sie?
  • Was hat der Kunde von dem Angebot?
  • Dem Kunden den Nutzen des eigenen Angebotes als Vorteil vermitteln und dies begründen.

 Aber es gibt auch Marketingmaßnahmen, die nur in sehr geringem Maße dazu beitragen, neue Aufträge abzuschließen. Dazu gehören Sponsoring (0,11 Prozent), Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlichen (0,29 Prozent) und TV- bzw. Rundfunkbeiträge (0,45 Prozent).

Informationen zur Coaching-Marktanalyse

Die Rauen Coaching-Marktanalyse 2020 wurde vom 02.09.2019 bis 09.03.2020 durchgeführt. Insgesamt wurden 546 Fragebögen ausgewertet. 58,79 Prozent der Teilnehmenden waren weiblich, 40,66 Prozent männlich. Im Durchschnitt sind die Teilnehmenden 53,75 Jahre alt und verfügen im Mittel über 12,59 Jahre Berufserfahrung als Coach.

Literatur

Rauen, C. (2020). RAUENCoaching-Marktanalyse 2020.

Waschke, N. (2019). Je klarer das Angebot, desto eher reagiert die Kundschaft. Interview mit Petra Jagow. Report Psychologie, 10, S. 6-8.