Personal

Algorithmen in der Personalauswahl

Redaktion

16.01.2020

Algorithmische Systeme werden die Personalarbeit verändern. (Foto: pixabay.com)

Algorithmische Systeme werden die Personalarbeit und das Berufsbild der Personaler stark verändern. Das Angebot reicht bereits von Software zur Analyse des Arbeitsmarktes und seiner Entwicklung über Tools, die die Wechselwilligkeit potenzieller Mitarbeiter berechnen, bis zu automatisierten Lösungen, die Bewerbungen filtern oder Auswahlgespräche führen. Arbeitgebern bieten Algorithmen die Chance, passendere Mitarbeiter zu finden, Bewerbungsprozesse fairer zu gestalten und Personalern Zeit zu verschaffen, sich auf die persönliche Interaktion mit Kandidaten zu konzentrieren.

Beim Einsatz algorithmischer Systeme in der Personalgewinnung sollten neben Fragen von Recht und Gesetz sowie ökonomisch-unternehmerischen Erwägungen auch ethische Aspekte und gesamtgesellschaftliche Auswirkungen berücksichtigt werden. Um eine gemeinwohlorientierte Nutzung der Systeme zu fördern, wird es essenziell sein, auch die Grenzen der Technologie zu erkennen, Software komplementär zu den menschlichen Stärken beziehungsweise Schwächen einzusetzen und sie als Anlass nutzen, um festgefahrene Strukturen und Prozesse zu hinterfragen. Fragen wie „Was macht einen guten Mitarbeiter aus?“ oder „Für welche Werte steht mein Unternehmen?“ müssen für den Einsatz algorithmischer Systeme neu und genauer beantwortet werden als bisher.

Broschüre stellt typische Einsatzgebiete sowie weitere Handlungsfelder dar

Die neue Publikation „Der maschinelle Weg zum passenden Personal. Zur Rolle algorithmischer Systeme in der Personalauswahl“ der Bertelsmann Stiftung befasst sich mit den wichtigsten Fragen. Neben einer Darstellung typischer Einsatzgebiete sowie einer Chancen- und Risiken-Analyse stehen folgende Handlungsfelder im Fokus: die Schaffung von Transparenz und Nachvollziehbarkeit für Betroffene und professionelle Prüfeinrichtungen sowie die Veränderung des Berufsbilds von Personalern.

Literatur

Die Broschüre kann von der Website der Bertelmann Stiftung kostenlos heruntergeladen werden.