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Lernen von Michael Lechner

Je sportlicher, desto mehr Gehalt

24. Februar 2015

Wer regelmäßig Sport macht, ist seltener arbeitslos und hat ein höheres Einkommen als jemand, der sich sportlich nicht betätigt. Das ist das Ergebnis einer neuen Übersichtsstudie.

Sportliche punkten am Arbeitsmarkt

Alle Hefte im ÜberblickMichael Lechner ist Professor für Ökonometrie an der Universität St. Gallen. Für die Seite „IZA World of Labor“, die vom Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) herausgegeben wird, hat er bisherige Ergebnisse zur Beziehung von Sport und Einkommen zusammengestellt. Dabei kam heraus:

Sport hing mit Beschäftigung zusammen. Bei einer deutschen und einer britischen Stichprobe zeigte sich, dass regelmäßiger Sport es wahrscheinlicher machte, Arbeit zu finden, und unwahrscheinlicher, arbeitslos zu werden. Eine schwedische Untersuchung stellte fest, dass die Wahrscheinlichkeit, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, um zwei Prozentpunkte stieg, wenn man Sport im Lebenslauf angab.

Mehr Leibesübungen, mehr Geld

Sport ging mit höherem Einkommen einher. Männer, die einmal pro Woche Sport machten, verdienten fünf Prozent mehr als jene, die das nicht taten. Sportlich aktive Frauen hatten ein um sechs Prozent höheres Einkommen als nicht aktive. Im Jahr machte das durchschnittlich 1.200 Euro mehr für Freizeitsportler. Insgesamt lagen ihre Einkommenszuwächse im Vergleich zu sportlich wenig Aktiven zwischen vier und siebzehn Prozent.

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Freiluftsport war besonders effektiv. Die deutlichsten Zusammenhänge zwischen sportlicher Betätigung und Einkommen gab es bei Männern, die draußen oder im Fitnessstudio trainierten, bei jüngeren Frauen, die Federball oder Tennis spielten, und bei älteren Frauen, die sich draußen aufhielten.

Sport geht also offenbar mit höherer Leistungsfähigkeit bei der Arbeit einher. Der Autor schließt mit dem Satz (S. 9): „Es ist offensichtlich, dass der Anstieg allgemeiner körperlicher Aktivität es sehr wahrscheinlich macht, die Produktivität von Mitarbeitern auf allen Ebenen zu erhöhen.“

© Wirtschaftspsychologie aktuell, 2015. Alle Rechte vorbehalten.

Weiterführende Informationen:

Michael Lechner (2015). Sports, exercise, and labor market outcomes: Increasing participation in sports and exercise can boost productivity and earnings (PDF). IZA World of Labor, 126, February 2015, 1-10.

Mitarbeiter haben den niedrigsten Stresslevel, wenn sie in ihren Pausen Sport machen.

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