Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management
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Lernen von Ina Zwingmann

Inspirierende Führung hält Mitarbeiter gesund

7. August 2014

Wenn Chefs inspirieren und zu kreativem Denken anregen, sind Mitarbeiter gesünder, als wenn Führungskräfte einen Laissez-faire-Stil pflegen. Das ist das Ergebnis einer großen internationalen Studie, die ein Forscherteam der Universität Dresden durchführte.

93.576 Mitarbeiter online befragt

Alle Hefte im ÜberblickDie Diplompsychologin Ina Zwingmann forscht an der Technischen Universität Dresden zur Gesundheit in Unternehmen. Zusammen mit fünf Kollegen hat sie jetzt in der Zeitschrift für Personalforschung die Ergebnisse einer Studie zu Gesundheit und Führung veröffentlicht. Der Beitrag gewann den Best Paper Award der International Conference 2014 des Institute of Work Psychology an der Sheffield University Management School.

Die Forscher befragten online 93.576 Mitarbeiter eines großen internationalen Unternehmens. Sie sollten den Führungsstil ihres unmittelbaren Vorgesetzten einschätzen und angeben, wie gesund sie sich fühlten. Drei Führungsstile wurden untersucht:

Gesund durch Inspiration und Belohnung

Transformationale Führung hält gesund. Es kam heraus, dass inspirierende Führung mit psychischer und physischer Gesundheit der Mitarbeiter einhergeht. Teams, in denen das anregende Führungsverhalten des Chefs ähnlich gesehen wird, haben eine besonders niedrige Krankheitsrate. Die Einstellung zur Macht verstärkt den Führungseffekt: In Ländern, in denen ungleiche Machtverteilung gutgeheißen wird, ist der Zusammenhang zwischen inspirierender Führung und Gesundheit besonders eng.

Transaktionale Führung hält gesund. Auch die Führung durch klare Ansagen und Belohnungen geht mit körperlicher und seelischer Gesundheit der Mitarbeiter einher.

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Laissez-faire-Führung macht krank. Führung durch Abwesenheit ist hingegen mit Einbußen verbunden, was das Wohlbefinden und die körperliche Gesundheit angeht. Die Mitarbeiter berichten über mehr Kopfschmerzen und Müdigkeit, wenn sich der Chef nicht einbringt.

© Wirtschaftspsychologie aktuell, 2014. Alle Rechte vorbehalten.

Weiterführende Informationen:

Ina Zwingmann (TU Dresden), Jürgen Wegge (TU Dresden), Sandra Wolf (Innsicht – entdecken und entwickeln GbR), Matthias Rudolf (TU Dresden), Matthias Schmidt (Hochschule Zittau/Görlitz) & Peter Richter (TU Dresden). (2014). Is Transformational Leadership Healthy for Employees? A Multilevel Analysis in 16 Nations [PDF]. Zeitschrift für Personalforschung, 28 (1-2), 24-51.

In der neuen Ausgabe „Potenziale erkennen“ schreiben Personalexperten darüber, wie man seine Stärken erkennt und diese kreativ ausbauen kann.

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