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Fachbuch im Fokus

14. Juni 2013

Leadership 2.0 – Wie Führungskräfte die neuen Herausforderungen im Zeitalter von Smartphone, Burnout & Co. managenMaren Lehky:
Leadership 2.0 – Wie Führungskräfte die neuen Herausforderungen im Zeitalter von Smartphone, Burnout & Co. managen.
Campus, Frankfurt a. M.
2012, 232 Seiten, 24,99 Euro.

Das Buch gliedert sich in acht Kapitel, die jeweils eine arbeits- beziehungsweise führungsrelevante Thematik behandeln, wie Diversity, Talentmanagement, neue Medien oder Burnout. Jedes Kapitel beginnt mit einer Szene aus dem betrieblichen Alltag, liefert dann Zahlen und Hintergrundinformationen, leitet daraus Fragen für den Führungsalltag ab und endet mit Handlungsvorschlägen. Das klingt strukturiert und ist es auch. Lehky hat viel recherchiert oder recherchieren lassen und hält eine Flut von Zahlen (etwa zum Arbeitsmarkt, zur digitalen Arbeitswelt, zum Wandel) bereit. Damit mag sie vielleicht faktenorientierte Führungskräfte abholen – sehr lesefreundlich gestaltet sich dies nicht. Die Handlungsvorschläge für die Führungskräfte sind eher knapp und wenig überraschend. „Machen Sie Beteiligte zu Betroffenen!“, „Informieren Sie kontinuierlich!“ oder „Ziel und Sinn der Veränderung müssen (…) verständlich sein!“ Diese nicht falschen, aber doch gängigen Ratschläge hätte man bei dem Titel „Leadership 2.0“ nicht unbedingt vermutet. Ebenso wenig die Erläuterung der guten alten Teamrollen nach Meredith Belbin oder das bekannte Portfolio, das Mitarbeiter nach den beiden Dimensionen Performance und Potenzial einordnet, wobei die Variante von Lehky insofern überrascht, da aufgrund fehlerhafter Achsenbeschriftung Mitarbeiter mit niedriger Performance als „Arbeitstiere“ gelten und die mit einer hohen Leistung als „Problemfälle“.

Fazit: Einige aktuelle (etwa Generation Y) und viele hinlänglich bekannte Themen (etwa Veränderungsmanagement) werden in einheitlicher Struktur, jedoch wenig originell beschrieben. Damit wird das Buch den einzelnen Trends nicht wirklich gerecht und gerät in der Kombination aus einem vielversprechenden Titel, altbekannten Konzepten und Pauschalrezepten eher zur Mogelpackung.

Dr. Karin von Schumann, Diplom- Psychologin, Von Schumann Coaching und Consulting, München

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