Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management
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Fachbuch im Fokus

Integriertes Kompetenzmanagement2. April 2012
Erich Barthel, Anke Hanft, Joachim Hasebrook (Hrsg.):
Integriertes Kompetenzmanagement – Innovationsstrategien als Aufgabe der Organisations- und Personalentwicklung.
Waxmann, Münster 2011,
335 Seiten, 29,90 Euro

Unternehmen sind erfolgreicher, wenn sie auf Veränderungen in ihrer Umwelt schnell und adäquat reagieren. Sie müssen über Innovationskompetenz verfügen. Doch was beeinflusst diese, und wie entwickelt man sie? Der Ansatz des „integrierten Kompetenzmanagements“ versucht Antworten zu liefern, indem er sowohl Strukturen und individuelle Kompetenzen betrachtet als auch Interaktionen untereinander mit einbezieht. Welche Rückschlüsse aus verschiedenen Studien zur Innovationsfähigkeit zu ziehen sind, ist Schwerpunkt dieses Tagungsbands. Die Autoren untersuchten notwendige Rahmenbedingungen und stellen ihre Ergebnisse in 14 Beiträgen vor. Im ersten Teil werden theoretische Überlegungen zum Thema Kompetenz vorgestellt. Im zweiten Teil geht es um individuelle Kompetenzen und deren Entwicklung. Ein Beitrag widmet sich Freelancern aus dem sehr durch Innovationen geprägten IT-Umfeld. Für sie ist vor allem Fachkompetenz, Sozialkompetenz und Netzwerkkompetenz zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit wichtig. Dagegen wird Weiterbildung unterschiedlich intensiv betrieben, meist On-the-Job oder nur auf wirtschaftlich verwertbare Zertifizierungen abgezielt und weniger inhaltlich motiviert. In einem Beitrag wird ein Kompetenzentwicklungsprogramm für Führungskräfte als Katalysator für Innovation vorgestellt. Im dritten Teil geht es um die Förderung von Innovativität und Wachstum, beispielsweise um Vertrauen als Basis für innovative Unternehmen. Im vierten Teil „Kompetenzen, Organisationsentwicklung, Personalentwicklung“ rückt der Blick auf die strategische Betrachtung eines Kompetenzmanagements. So geht es um die Bewertung und Messung von Innovationsfähigkeit. Das Modell des intelligenten Unternehmens ist eine Möglichkeit, die Innovationskompetenz kleiner und mittelständischer Unternehmen zu bewerten und zu fördern. Dabei wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der individuelle Kompetenzen der Mitarbeiter und organisationale Kompetenzen des Unternehmens betrachtet. Diese müssen von erfolgreichen Unternehmen erkannt, gemanagt und entwickelt werden – was einfacher klingt, als es in der Praxis ist. Als kostenlosen Zusatz gibt es unter www.kompetenzkapital.de den IKS-Kompetenz-Survey. Das Instrument erfasst Kompetenzen aus Sicht der Führungskraft und kann zur Vorbereitung von Mitarbeitergesprächen eingesetzt werden. Ein interessantes Fachbuch, das sich an eine vorgebildete Leserschaft richtet und anspruchsvoll ein Thema beleuchtet, das vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Herausforderungen der Zukunft hohe Priorität im Management haben sollte.
Rouven Schäfer, Leiter Human Re sources Management bei DocCheck, Köln

Aus: Wirtschaftspsychologie aktuell, 1/2012, "Erfolg durch Kompetenz"

Wirtschaftspsychologie-aktuell.de

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