Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management
Neues eDossier: Stress bewältigen
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Archiv Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

18. Dezember 2008
Neuer Studiengang zum Personalmanagement
Im April 2009 soll erstmals der neue Studiengang zum "Executive Master of Leadership in Human Resource Management" an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt starten. Das berufsbegleitende Studium dauert zweieinhalb Jahre, umfasst 72 Präsenztage und schließt mit einer Masterarbeit ab. Der Studiengang wurde maßgeblich von Thomas Sattelberger konzipiert und vorangetrieben. Nach Auskunft des Personalvorstands der Deutschen Telekom bestehen die Alleinstellungsmerkmale des HRM-Masters in einer Fakultät aus herausragenden Personalwissenschaftlern sowie einem pluralistischen Programm mit Fokus auf den strategischen Beitrag des Personalwesens zum Unternehmenserfolg. Die Module befassen sich unter anderem mit Themen wie "Kontext des HR-Managements", "HR als Change Agent" und "Umfeld- und Stakeholder-Management". Voraussetzung ist ein Hochschulabschluss sowie eine mindestens zweijährige, qualifizierte Berufserfahrung. Die Studiengebühren betragen 27 500 Euro. Weitere Infos: www.wfi-management.de
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17. Dezember 2008
Jahresbilanz zur „Charta der Vielfalt“ vorgelegt
Vor zwei Jahren, Ende 2006, wurde die „Charta der Vielfalt“ unter der Schirmherrschaft der Bundeskanzlerin und koordiniert von der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung ins Leben gerufen. Sie ist ein Bekenntnis zu einer Kultur von Toleranz, Fairness und Wertschätzung im Unternehmen. Seitdem wurde sie von 500 Unternehmen aller Größenordnungen unterzeichnet, die insgesamt mehr als 4 Millionen Menschen beschäftigen. Vergangene Woche wurde die Jahresbilanz zur Charta vorgelegt. Dazu sind 155 der Unternehmen, die unterzeichnet haben, online zu den Zielen, Schwerpunkten, Maßnahmen und Ergebnissen vom Diversity-Management befragt worden. Als Hauptziel geben 87 Prozent der Unternehmen an, mit der Betonung der Vielfalt mehr Innovation und Kreativität fördern zu wollen. Als zweithäufigstes Ziel wird eine erleichterte Rekrutierung (68 Prozent), als dritthäufigstes die Verbesserung des Unternehmensimage (64 Prozent) genannt. Die Schwerpunkte des Diversity-Management liegen in den Bereichen ethnische Herkunft und Nationalität, Geschlecht, Alter, Behinderung, Religion/Weltanschauung und sexuelle Orientierung – in dieser Reihenfolge mit abnehmender Häufigkeit der Nennungen. Hinsichtlich der Maßnahmen geben die Firmen an, flexible Arbeitszeiten (62 Prozent), Netzwerkbildung (52 Prozent), gemischte Teams (48 Prozent) und Mentoring-Programme (31 Prozent) einzusetzen. Die drei wichtigsten Ergebnisse der Diversity-Aktivitäten sind eine höhere Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit, ein verbessertes Arbeitsklima und eine größere Anzahl von Bewerbern aus unterschiedlichen Gruppen. Allerdings können derzeit noch relativ wenig Unternehmen diese Ergebnisse auf konkrete Diversity-Strategien zurückführen. Zur Jahresbilanz (PDF).
Bundesregierung

15. Dezember 2008
Rückschaufehler beeinflusst die Anlegerpsyche
Der sechste Teil der Serie „Behavioral Finance“ der Frankfurter Allgemeinen Zeitung beschäftigt sich mit dem Rückschaufehler (Hindsight Bias). Aus der sozialpsychologischen Forschung ist er seit den 1970er Jahren hinlänglich bekannt: Nach einem eingetretenen Ereignis glauben viele, dieses genauso vorhergesehen zu haben und täuschen sich meist darin. Hanno Beck erklärt, wie der Rückschaufehler auf dem Kapitalmarkt funktioniert. Vor einem Kursrutsch mag der Anleger die Wahrscheinlichkeit eines sinkenden Kurses mit 60 Prozent eingeschätzt haben. Wenn das Ereignis dann wirklich eingetreten ist, sagt er in der Rückschau, die Wahrscheinlichkeit des Verlustes damals schon mit 90 Prozent vorhergesehen zu haben. Er überschätzt damit im Nachhinein die eigene Vorhersage um 30 Prozent. Dieser fehlerhafte Glaube, präzise Prognosen treffen zu können, ist fatal, denn man kann nicht aus seinen Fehlern lernen. Beck schlägt daher vor, ein Investment-Tagebuch zu führen und seine Vorhersagen für eine Kursentwicklung und den Grund dafür genau zu notieren, z.B.: „Zum Zeitpunkt T wird die Aktie aufgrund von X um 5 Prozent fallen.“ Nach diesem Zeitpunkt kann man das, was man einst vorhergesagt hat, stichhaltig überprüfen. Der entscheidende Gewinn ist, dass man lernt, seine eigene Prognosefähigkeit viel realistischer einzuschätzen. Zur Serie.
FAZ

12. Dezember 2008
Immer mehr Unternehmen rekrutieren Fachkräfte im Ausland
Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen haben im vergangenen Jahr Mitarbeiter im Ausland rekrutiert. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) an der Fachhoschule Ludwigshafen im Auftrag des Personaldienstleisters Hays. Befragt wurden 309 Entscheider aus Konzernen und mittelständischen Unternehmen. Insgesamt rekrutierten 62 Prozent der großen und 43 Prozent der klein- und mittelständischen Unternehmen Personal im Ausland. Gefragt sind vor allem Fach- und Führungskräfte. Aktuell suchen die Unternehmen vor allem technisch qualifizierte Mitarbeiter (54 Prozent), IT-Spezialisten (40 Prozent) und Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung (37 Prozent). Die Regionen, aus denen angeheuert wird, sind Osteuropa (41 Prozent), die Schweiz und Österreich (34 Prozent), Großbritannien (29 Prozent), die USA (25 Prozent) und Indien (21 Prozent).
Studie hier unter Angabe von Adressdaten herunterladen.
Mehr zum internationalen Personalmanagement in „Going Global“.

Quelle: Hays

10. Dezember 2008
Schichtarbeit und Krebs
Mitarbeiter im Schichtdienst mit Nachtarbeit haben ein höheres Risiko, an Krebs zu erkranken. Stewardessen im Flugbegleitungsdienst bekommen z.B. 70 Prozent häufiger Brustkrebs und Piloten und Flugbegleiter 40 Prozent häufiger Prostatakrebs als Erwerbstätige mit normalem Tag-Nacht-Rhythmus. So das Ergebnis einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmedizin, Sozialmedizin und Sozialhygiene der Universität Köln, über das Michael Feld in der heutigen Ausgabe von „Natur & Wissenschaft“ der Frankfurter Allgemeinen Zeitung berichtet. Ausschlaggebend für das erhöhte Krebsrisiko bei Schichtarbeit könnte die Derhythmisierung des Körpers und die damit verbundene unregelmäßige Ausschüttung von Hormonen wie Melatonin oder Leptin sein. Melatonin ist an der Regeneration des Körpers beteiligt und wehrt freie Sauerstoffradikale ab. Bei Nachtarbeit und eingeschränkter Melatonin-Produktion sind diese Schutzmechanismen außer Kraft gesetzt. Der fehlende Tag-Nacht-Rhythmus kann so nicht nur zu Krebserkrankungen, sondern auch Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, des Herz-Kreislauf-Systems und der Psyche führen. Für die Arbeitsgestaltung heißt das, dass bei der Schichtarbeit vor allem auf ausreichende Regenerationsphasen geachtet werden muss. Zudem sollte der Arbeitsplatz ausreichend beleuchtet sein. In vielen Büros, Praxen und Werkhallen wird mit einem Dämmerlicht von 600 Lux nicht annähernd die Beleuchtungsstärke von 2000 Lux erreicht, mit der die Melatonin-Produktion fehlerfrei getaktet werden kann. Zum Beitrag.
Quelle: FAZ

8. Dezember 2008
In der Wirtschaftskrise Mitarbeiter qualifizieren
Bundesarbeitsminister Olaf Scholz appelliert in einem Interview, das er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gab, an die Unternehmen, bei schwieriger Auftragslage auf Kündigungen zu verzichten und stattdessen Kurzarbeit einzuführen. Dazu hat die Bundesregierung das Kurzarbeitergeld auf bis zu 18 Monate verlängert. Es wird von der Bundesagentur von Arbeit für die ausgefallenen Stunden in Höhe von 60 beziehungsweise 67 Prozent des Nettolohns gezahlt. Alle interessierten Firmen, besonders auch kleine und mittelständische Unternehmen, sollten sich bei der Bundesagentur für Arbeit melden. Zudem will die Bundesregierung die Weiterbildung während der Kurzarbeit fördern. Die Arbeitnehmer sollen damit in der Krise weiterqualifiziert werden, um danach mit neuen Kompetenzen in der Produktion wieder voll eingesetzt zu werden. Dank seiner qualifizierten Mitarbeiter könnte das Unternehmen sogar mit gestärkten Ressourcen aus der Krise hervorgehen. Zum Interview.
Quelle: FAZ

5. Dezember 2007
Selbstorganisiertes Lernen am Arbeitsplatz
Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe von „Personalführung“ ist das „Lernen am Arbeitsplatz“. Im Eingangsbeitrag berichtet Diplom-Soziologe Dieter Stößel, Mitarbeiter am Forschungsinstitut für Betriebliche Fortbildung in Nürnberg, von seinen Erfahrungen mit dem selbstorganisierten Lernen am Arbeitsplatz. Zusammen mit verschiedenen Unternehmen hat er ein modulares Programm entwickelt, mit dem das selbstständige Lernen im Job gefördert wird. Das Programm enthält Seminare und Projektphasen und wird von einer Arbeitsgruppe gesteuert, die sich aus Mitarbeitern unterschiedlicher Hierarchieebenen, Geschäftsleitung und Personalverantwortlichem zusammensetzt. Die sechs Module sind: Kennenlernen des eigenen Arbeitsbereichs, Kommunikation, Lernmöglichkeiten wahrnehmen, betriebliche Wissensquellen nutzen, Lernangebote beurteilen und die Lernerfolgskontrolle. Zum Beitrag.
Quelle: Personalführung

3. Dezember 2008
Niederlagen im Beruf verkraften
Wie geht man mit beruflichen Niederlagen um? In einem aktuellen Beitrag von Andreas Heimann auf manager-magazin.de werden die psychologischen Hintergründe vom Scheitern im Beruf ergründet. Neben dem objektiven Tatbestand von Fehlern oder Niederlagen spielen Erwartungen und Gefühle eine entscheidende Rolle. Die Psychologin Nathalie Galais von der Universität Erlangen-Nürnberg unterscheidet dabei zwischen Erfolgsorientierten und Fehlervermeidern. Beide sind zwar gleich erfolgreich, aber sie verarbeiten in unterschiedlicher Weise ihr Scheitern. Während sich Erfolgsorientierte nach einer Niederlage schnell wieder zu neuen Zielen aufraffen, können Fehlervermeider noch lange über ihr Versagen nachgrübeln und sogar psychosomatische Symptome entwickeln. Entscheidend ist, ob es den Betroffenen gelingt, sich nach gravierenden Fehlern oder einer Kündigung eine neue Entwicklungsperspektive zu erarbeiten. Wenn Misserfolg zur Basis einer erfolgreichen Problembewältigung wird, ist man mit dieser Mastering-Erfahrung auch besser gegen zukünftig auftretende Probleme gewappnet. Zum Beitrag.
Quelle: manager-magazin.de

1. Dezember 2008
Initiative zur Verbesserung der Bildungs- und Berufsberatung
Am 19. und 20. November 2008 fand eine Arbeitstagung von Beratungsexperten aus Wissenschaft, Politik und Praxis zur Qualität und Professionalität der Bildungs- und Berufsberatung statt. Organisiert wurde die Tagung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und vom Nationalen Forum Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung (nfb). Grundlage der Arbeitstagung war eine Studie von Professor Dr. Christiane Schiersmann und Mitarbeitern vom Institut für Bildungswissenschaften der Universität Heidelberg. Ziel ist es, die Bildungs- und Berufsberatung von Schülern und Studenten zu verbessern, um so Fehlentscheidungen bei der Berufswahl zu vermeiden. Die Qualität der Beratung soll durch folgende Maßnahmen verbessert werden: 1) Orientierung an anbieterübergreifenden Standards, 2) verstärkter Einsatz von Evaluationsverfahren, 3) Umsetzung von Qualitätsmanagement und 4) Verständigung über ein Kompetenzprofil von Beratern in Bildung, Beruf und Beschäftigung. Zur Studie „Qualität und Professionalität in Bildungs- und Berufsberatung“.
Quelle: nfb


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