Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management
Neues eDossier: Stress bewältigen
Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management Neues eDossier: Stress bewältigen Wirtschaftspsychologie aktuell

Archiv Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

30. September 2008
Selbstbezahlte Weiterbildung
Arbeitnehmer in Deutschland sind durchaus bereit, selbst in ihre berufliche Weiterbildung zu investieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Untersuchung von TNS Emnid im Auftrag des Unternehmens Job AG in Fulda, für die mehr als 1000 Berufstätige in Deutschland befragt wurden. 48 Prozent der Befragten sind bereit, ihre Freizeit – am Abend oder am Wochenende – für die eigene berufliche Weiterbildung zu opfern, 15 Prozent würden sogar ihren Urlaub dafür nutzen. Am höchsten liegt die Bereitschaft, sich in der Freizeit weiterzubilden, bei jungen Menschen bis 29 Jahre (54 Prozent) und bei den 40-49jährigen (52 Prozent). Nicht nur Zeit, sondern auch eigenes Geld würden die Arbeitnehmer für ihre berufliche Weiterbildung einsetzen. 23 Prozent aller Befragten wären bereit, sich an den Kosten zu beteiligen, wenn der Arbeitgeber einen Zuschuss von 50 Prozent zahlt. Die höchste Investitionsbereitschaft zeigen die 30-39jährigen mit 32 Prozent. Lediglich acht Prozent gaben an, die berufliche Weiterbildung komplett aus der eigenen Tasche bezahlen zu wollen. Dagegen sind 28 Prozent der Befragten nicht bereit, überhaupt Zeit oder Geld zu investieren. Weitere Infos: www.job-ag.com.
bs - Quelle: Job AG

22. September 2008
Trotz AGG: Bewerber schicken Fotos mit
Immer mehr Arbeitgeber in Deutschland verzichten vor dem Hintergrund des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) darauf, Bilder der Bewerber einzufordern. Die meisten Bewerber schicken diese Aufnahmen trotzdem mit. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Online-Jobbörse stellenanzeigen.de. 72 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte würden demnach auch dann ein Bild bei ihrer Bewerbung mitschicken, wenn der Arbeitgeber dieses nicht ausdrücklich einfordert. 13 Prozent stimmten der Aussage zu „Wer kein Foto verlangt, bekommt in der Bewerbung auch keines von mir“. 15 Prozent machen die Entscheidung für oder gegen ein Bewerbungsfoto „vom jeweiligen Job oder Arbeitgeber“ abhängig. An der Online-Umfrage nahmen rund 1200 Fach- und Führungskräfte teil. Die vollständigen Umfrageergebnisse sind unter www.stellenanzeigen.de/umfrage abrufbar.
in - Quelle: stellenanzeigen.de

19. September 2008
Im Fokus: Attraktivität als Arbeitgeber
Die Rekrutierung und die Verbesserung der Führungs- und Managementqualität haben bei deutschen Personalentscheidern Priorität. Im Vergleich zu den Vorjahren haben besonders die Arbeitgeberattraktivität und des Personalmarketing an Bedeutung gewonnen. Das sind Ergebnisse der Kienbaum-Studie „HR-Klimaindex 2008“, bei der mehr als 190 Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt wurden. Die jährlich durchgeführte Studie will die Top-Themen und Aufgabenfelder innerhalb der Personalarbeit erfassen. Knapp die Hälfte der befragten HR-Verantwortlichen bescheinigt der Personalarbeit zunehmende Wichtigkeit. Aber: Nur in gut 40 Prozent der Unternehmen wurde das HR-Budget erhöht. Auch bei der Anzahl der Beschäftigten im HR-Bereich erwartet die Mehrzahl (61 Prozent) keine Veränderung. Das zwingt die Personaler zu mehr Effizienz: Für mehr als ein Fünftel der Befragten ist daher die Optimierung der Personalprozesse die Hauptaufgabe des HR-bereichs, gefolgt von der Kompetenzentwicklung der Personalmitarbeiter. Rund zwei Drittel der HR-Verantwortlichen geben an, dass das Management ihren Bereich als Business Partner wahrnimmt. Verbesserungspotenzial bietet das Thema Strategie: So gibt nur jeder Vierte an, dass der Personalbereich bei 40 Prozent der Strategie-Projekte beteiligt ist, bei jedem Fünften sind es nur 20 Prozent. Weitere Infos.
bs - Quelle: Kienbaum

17. September 2008
Trainer, Berater und Coaches sind mit ihrer Arbeit zufrieden
Die Beraterin Nadine Hamburger hat im Juni 2007 in einer Online-Umfrage rund 1.000 Trainern, Berater und Coaches zu ihrer Meinung über ihren Job befragt. Sie stellt ihre Ergebnisse nun in komprimierter Form in der Veröffentlichung „Glücklich als Trainer“ vor, die im Oktober 2008 im Fachverlag managerSeminare erscheint. Die Mehrheit der Bildungsprofis ist mit Inhalten und Ergebnissen ihrer Arbeit zufrieden. Es gibt aber auch Unzufriedenheit. 40 Prozent der Trainer berichten, dass die Kunden unrealistisch hohe Erwartungen haben. 35 Prozent fühlen sich als Einzelkämpfer einsam. Trainer, Berater und Coaches kämpfen so täglich mit unternehmerischen, persönlichen und emotionalen Herausforderungen.
Quelle: managerSeminare

15. September 2008
Kleiner Leitfaden für die Personalarbeit
Die Portale hrm.de und meinestadt.de haben den kleinen Leitfaden „HR kompakt“ herausgebracht. Auf 52 Seiten werden darin im DIN-A6-Format nützliche Infos für die tägliche Personalarbeit gegeben. Nachschlagen kann man beispielsweise zu den Themen Employer Branding, Meldefristen für die Sozialversicherung, Reisekosten, Kündigung, Arbeitszeugnis oder Elternzeit. Zudem wird ein Ausblick auf wichtige HR-Kongresse bis November 2009 gegeben. Kostenlose Bestellung unter: www.hrm.de
Quelle: hrm

12. September 2008
Mehr Know-how für Gründerinnen
Über 50 Prozent der Studierenden können sich vorstellen, später ein Unternehmen zu gründen oder selbstständig tätig zu sein. Dabei zeigen junge Frauen ein besonders hohes Interesse, sich das dafür erforderliche Know-how bereits während des Studiums zu verschaffen. Das zeigt eine Befragung von über 15.000 Studierenden durch das Institut für Mittelstandsökonomie an der Universität Trier (Inmit) an 37 deutschen Hochschulen, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wurde. Obwohl derzeit Frauen wesentlich seltener gründen als Männer, ist ihr Interesse etwa gleich. Wie die Studie zeigt, unterscheidet sich die Gründungsneigung je nach Fachrichtung und Geschlecht erheblich. Der größte Anteil an interessierten Studierenden befindet sich in der Fächergruppe Medizin und Gesundheitswesen. Hier stehen 69 Prozent der Studentinnen und 67 Prozent der Studenten einer Gründung positiv gegenüber. In den von Frauen bevorzugten Fächergruppen wie Sprach- und Kulturwissenschaften, Kunst und Gestaltung sowie in den Gesellschafts- und Sozialwissenschaften ist die Gründungsbereitschaft der Frauen dagegen prozentual höher als die der Männer. Zur gezielten Förderung der Gründungsneigung junger Frauen müssen daher auch jene Fächer in den Blick genommen werden. Denn bisher konzentriert sich die Förderung vor allem auf die Studierenden der naturwissenschaftlichen und technischen Fachrichtungen. Weitere Infos: www.bmbf.de
bs

10. September 2008
Schwieriger Integrationsprozess für neue deutsche Großbank
Aus wirtschaftspsychologischer Sicht birgt die Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank einige erhebliche Risiken. Der Berufsverband Deutscher Psychologen (BDP) sieht für das Management Probleme in mehreren Bereichen. Dass die Mehrheit der betroffenen Mitarbeiter Informationen zur Fusion nicht von ihren Vorgesetzten, sondern aus den Tageszeitungen erfuhr, bringt die Führungsebene in Zugzwang, was das Informationsmanagement betrifft. Die Beantwortung der Frage, wer wann wie viele Informationen erhält, ist durchaus relevant für den Erfolg der Fusion, so BDP-Vizepräsidentin Thordis Bethlehem. Den Optimismus vom Vorstandsvorsitzenden der Dresdner Bank, Herbert Walter, dass "beide Institute hervorragend zusammen passen" und diese zukunftsfähige Institution in den kommenden Monaten partnerschaftlich und kollegial gestaltet werde, teilt sie nicht in vollem Umfang. "Bei dieser Fusion geht es um eine horizontale Integration. Die damit verbundenen Anforderungen sind in der Regel besonders hoch, weil sämtliche betrieblichen Funktionen und Faktoren aufeinander abzustimmen sind, sich ergänzen bzw. ersetzen sollen." Das betreffe den gesamten Managementstil - Risikobereitschaft, Kontroll- und Entscheidungsverhalten und das Verständnis der Führungsrolle. Viel werde davon abhängen, welche Gestaltungs- und Karrieremöglichkeiten sich im neuen Konzern für Mitarbeiter ergeben und wie diese Möglichkeiten kommuniziert werden. Besonderes Augenmerk verdiene im Prozess der Integration das mittlere Management, so Thordis Bethlehem. Es habe eine Schlüsselrolle beim Werben für die Fusion inne und sei gleichzeitig selbst von den Konsequenzen der Übernahme bedroht.
Quelle: BDP

8. September 2008
Überbrückungsjobs älterer Arbeitnehmer
Viele Faktoren können die Entscheidung eines Arbeitnehmers beeinflussen, in der Überbrückungszeit zwischen Vollzeitjob und Rente weiterhin (auf Teilzeitbasis) zu arbeiten. Mo Wang von der Portland State University und Kollegen haben in der jüngsten Ausgabe des Journal of Applied Psychology diese Faktoren untersucht, die zur Wahl von Überbrückungsjob vor der Pensionierung führen. Sie unterscheiden dabei individuelle Eigenschaften (z.B. Alter), arbeitsbezogene psychologische Variablen (z.B. Stress am Arbeitsplatz), familiäre Faktoren (z.B. Ehestatus) und Planung der Pensionierung (z.B. Pensionierungsgedanken). Die Autoren kommen nach Auswertung der Health and Retirement Study des National Institute of Aging zu folgenden Ergebnissen: 1) Arbeitnehmer wählen eher Überbrückungsjob statt Pensionierung, wenn sie jünger, gebildeter und gesünder sind, wenig Stress an ihrem bisherigen Arbeitsplatz hatten und bisher selten über Pensionierung nachgedacht haben, 2) Arbeitnehmer bleiben mit dem Überbrückungsjob in ihrem bisherigen Beruf anstatt in einen anderen zu wechseln, wenn sie finanziell besser gestellt sind, weniger beruflichen Stress hatten und über eine höhere Arbeitszufriedenheit berichten. Zum Abstract.
Quelle: Journal of Applied Psychology

5. September 2008
Neues Projekt für mehr Ingenieure in KMUs
Der VDI spricht von derzeit 70.000 offenen Ingenieurstellen in deutschen Unternehmen. Eine Katastrophe für die Innovationskraft der Wirtschaft. Besonders mittelständische Firmen haben das Nachsehen im Wettstreit um talentierte Berufseinsteiger und junge Ingenieure. Das will der Stuttgarter Personalberater Sebastian Steinbach von der Steinbach Consulting AG ändern. Mit start’ing hat er einen neuen Geschäftsbereich aufgebaut und verspricht, offene Ingenieurpositionen perfekt zu besetzen. Der Ingenieurpool ist offen für maximal 125 kleine und mittlere Unternehmen, die das gesamte Repertoire des Recruiting-Tools nutzen können. Konzerne sind ausgeschlossen. Mit einem Bündel an Marketing-Maßnahmen, wie Präsenz auf allen Jobmessen, Hochschulkontakten in ganz Europa, Internet-Werbung und einer stetig wachsenden Kontakt-Datenbank wird für Traffic im Ingenieurmarkt gesorgt. Zum Projekt start’ing.
Quelle: PERSONALintern 35/08

3. September 2008
Talentmanagement: Kampf mit allen Mitteln?
Jetzt tobt er also wieder der „War for Talents“. Weltweit buhlen Unternehmen um die besten Talente. Sie schalten großflächige Anzeigen, veranstalten exklusive Events für Hochschulabsolventen oder gehen im Web beim Business-Netzwerk Xing auf die Pirsch nach geeigneten Mitarbeitern. Auch wenn sich bereits die nächste Konjunkturdelle ankündigt, noch sind viele Personalmanager in der Euphoriephase und bei der Suche nach Talenten ist ihnen nichts teuer genug. Sie holen sich renommierte Werbeexperten, um ihr Employer Branding herauszuputzen oder sie versuchen ihr Image durch die Teilnahme an bisweilen fragwürdigen Arbeitgeber-Wettbewerben aufzupolieren. Talentmanagement ist längst ein großes Geschäft. Unternehmen wie Bertelsmann setzen dagegen auf eigene Expertise und feilen selbst an ihrem Arbeitgeber-Image. Die italienische UniCredit Group nutzt die Anregungen ihrer eigenen Führungsnachwuchskräfte bei ihrer Positionierung. Schließlich wissen sie am besten, wie es um das wahre Image bestellt ist und nur wer authentisch ist, wird sich langfristig als Employer of Choice – als Wunscharbeitgeber – für High Potentials etablieren können. Dafür sorgt auch das Web 2.0. Längst gibt es dort Plattformen, auf denen Mitarbeiter ihre Arbeitgeber bewerten und deren Kommentare sind nicht immer schmeichelhaft. Letztlich hilft beim Kampf um die Talente daher nur Ehrlichkeit. Denn was nützt es, die besten Mitarbeiter zu gewinnen, wenn diese nach kurzer Zeit enttäuscht wieder gehen? In der nächsten Ausgabe beleuchtet Wirtschaftspsychologie aktuell verschiedene Aspekte des Talentmanagements. Zudem: Welche konzeptionellen und handwerklichen Fehler Veränderungsprojekte gefährden und warum der persönliche Dialog noch immer die beste Methode ist, um das Commitment seiner Mitarbeiter zu sichern. Das neue Heft erscheint am 25. September 2008. Bestellen Sie per E-Mail das Heft vor mit Angabe Ihrer Postadresse an: wp@psychologenverlag.de
in

1. September 2008
Männer schätzen berufliches Engagement
Bei Männern stehen Eigenständigkeit, Respekt und Ehrlichkeit am Arbeitsplatz hoch im Kurs. So die aktuelle Warsteiner Männerstudie 2008. Dafür wurden im Auftrag der Warsteiner Brauerei repräsentativ 1.000 Männer zwischen 18 und 49 Jahren von TNS Emnid zu Freizeit, Beruf und Gesellschaft befragt. 48 Prozent denken, dass besonders Angestellte gefragt sind, die die Ärmel hochkrempeln und eigenständig anpacken. 39 Prozent würden besonders respektvoll mit Mitarbeitern umgehen, wenn sie selbst Chef wären. Über ein Fünftel der Befragten geben an, dass sie und ihre Kollegen ehrlich miteinander umgehen. Wobei es hier regionale Unterschiede gibt. Während es die Berliner Männer nicht so genau mit der Ehrlichkeit nehmen, berichtet in Thüringen und Sachsen jeder Dritte, dass er aufrichtig gegenüber seinen Kollegen ist.
Quelle: Warsteiner Männerstudie 2008


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