Wirtschaftspsychologie aktuell - Zeitschrift für Personal und Management

Führung


Strategie: Wirksames Führungsverhalten
Scott DeRue von der Universität Michigan und seine Kollegen haben in einem neuen Führungsmodell Eigenschaften des Leaders und sein/ihr Führungsverhalten zusammengebracht. Häufig wurden beide Größen getrennt betrachtet. Ein guter Chef ist pflichtbewusst (Eigenschaft). Er sagt: „Das haben Sie gut gemacht.“ (Verhalten). Beides hängt zusammen. Mehr...

Strategien: Praktische Intelligenz
In einer neuen Studie zeigte eine Arbeitsgruppe um Robert Baum, dass praktische Intelligenz in der Gründungsphase eines Unternehmens besonders wichtig war. Diesen Durchblick in der Praxis konnte man auch lernen. Durch neue Erfahrungen und durch zwei geeignete Lernstile: konkrete Erfahrungen sammeln und aktives Experimentieren. Mehr...

Strategie: Entscheiden ohne Wahrnehmungsverzerrung Wahrnehmungsverzerrungen führen oft dazu, dass die falschen Entscheidungen getroffen werden. So besagt die Affektheuristik z.B., dass wir zu sehr am schönen Statusquo hängen, obwohl dieser in Zukunft keine Gewinne mehr abwirft. Oder die Verlustaversion rät uns zu konservativen Entscheidungen, mit denen wir zwar keine Risiken eingehen, uns aber um den Erfolg bringen. Mehr...

Strategie: Psychologisches Kapital
Eine neue Studie von Organisationspsychologen der Arizona State University lotet das „psychologische Kapital“ von Führungskräften und ihren Mitarbeitern aus. Damit sind zentrale Stärken gemeint, mit denen ein Mensch nicht nur zuversichtlicher wird, sondern sogar besser arbeitet und mehr leistet. Mehr...

Wann nutzen Machtmotivierte ihre Macht aus?
Das Dilemma: Führungskräfte, die besonders machtmotiviert sind, erliegen auch eher dem Kitzel, ihre Macht für eigene Zwecke auszunutzen. Doch wann genau tun sie das? Jon Maner und Nicole Mead haben jetzt einige dieser kritischen Situationen aufgedeckt – veröffentlicht in der aktuellen Ausgabe des Journal of Personality and Social Psychology. Mehr...

Lernen von David Waldman: Narzisstische Führungskräfte
Der selbstverliebte Teamleiter mit leichter Tendenz zum Größenwahn wird oft am charismatischsten wahrgenommen. Stimmt das und wenn ja, warum? Untergraben diese Narzissten nicht eher das Gemeinschaftsgefühl? Mehr...

Erst Führungskräfte überzeugen, dann Veränderungen anstoßen
Der effektivste Weg, Veränderungen in einem Unternehmen zu implementieren ist es, zunächst alle wichtigen Führungskräfte zu überzeugen. Das zeigt eine Studie des Stanford-Professors Charles O'Reilly. Mehr...

Lernen von Daan van Knippenberg: Führung und Innovationen
Daan van Knippenberg ist Professor für organisationales Verhalten an der Rotterdam School of Management und Mitbegründer des Erasmus Centre for Leadership Studies. Seine Forschungsinteressen gelten allen Facetten der Führung und der Gruppenprozesse in Unternehmen. Gerade hat er im Journal of Applied Psychology mit Silke Eisenbeiß und Sabine Boerner von der Universität Konstanz einen Beitrag zum Zusammenhang von transformationaler Führung, Klima und Team-Innovation veröffentlicht. Mehr...

Wenn Führung „romantisiert“ wird
Wenn der Einfluss einer Führungskraft im Vergleich zu weiteren Einflüssen im Unternehmen überschätzt wird, „romantisiert“ man Führung. Die Unternehmensleistung wird dann einer bestimmten Person zugeschrieben, die nachweislich nicht den Ausschlag für den Erfolg gab. In der letzten Ausgabe der Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie haben Daniel Herrmann und Jörg Felfe von der Uni Siegen untersucht, inwiefern diese „Romance of Leadership“ konkrete Entscheidungen beeinflusst. Mehr...

Leadership
Je dynamischer und turbulenter sich die Märkte entwickeln, desto wichtiger wird gutes Leadership. Aber desto mehr versagen selbst die ausgefeiltesten Managementinstrumente. Was tun? Für effektive Führung gibt es kein Patentrezept – leider oder zum Glück. So kann man sich dem Thema Leadership nur von verschiedenen Seiten annähern. Im Fokus stehen verschiedene Führungsstile, fundierte Analysemethoden und Praxisbeispiele aus Unternehmen. Nicht zu übersehen ist dabei, dass über den Erfolg letztlich oft die „weichen Faktoren“ entscheiden wie Vertrauen, Glaubwürdigkeit und kontinuierliche Selbstreflexion. Mehr...

Strategie: Führen mit Zielen
Wie können in Krisenzeiten motivierende Produktions- und Absatzziele formuliert werden? Wo ist die feine Grenze zwischen Vorgaben und Zielen? Antworten darauf gibt das Führen mit Zielen. Führung wird allgemein als bewusste Einflussnahme verstanden, um damit Aufgaben im Team besser lösen zu können. Sie kann sich auf die Unternehmensführung, das Personalmanagement (Personalgewinnung, -controlling, -entwicklung) und die personale Führung im engeren Sinne beziehen. Ziele sind gedankliche Vorwegnahmen von Handlungsergebnissen, die positiv bewertet werden. Mehr...

Lernen von Heike Bruch: Führung von Hoch-Energie-Teams
Wie gelingt es, trotz Arbeitsbelastung und hoher Ansprüche mit großer Energie Ziele zu verfolgen? Antworten auf diese Frage gibt Heike Bruch, Direktorin der Universität St. Gallen und des dortigen Instituts für Führung und Personalmanagement. Ihr Arbeitsschwerpunkt ist Führungshandeln. Sie kann bereits auf eine bemerkenswerte Karriere mit Stationen in Berlin, Hannover, London und St. Gallen zurückblicken und hat zahlreiche Preise für Best Papers oder Case Writings gewonnen. Mehr...

Führung lernt man nebenbei
Bei einer Umfrage der Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft (Überlingen/Bad Harzburg) unter 547 Führungskräften gaben 96 Prozent an, dass ihnen ihre Führungsrolle Spaß macht. Am meisten gefällt es ihnen, „Menschen anzuleiten und zu fördern“, gefolgt von der „Übernahme von Verantwortung“. Die Hälfte sieht in ihrer Führungsaufgabe "eine Berufung". Dabei fühlen sich männliche Führungskräfte eher berufen als Frauen. Mehr...