Strategie: Mentoring
Um jüngere oder unerfahrene Mitarbeiter gezielt zu fördern, hat sich in Deutschland seit den 1990er-Jahren das Mentoring als Beratungsform etabliert. Dabei werden Mentor und Mentee gezielt vermittelt, die sich dann zu regelmäßigen Beratungssitzungen zusammenfinden. Mentoring vom BeratungsnetzEva Bamberg, Professorin für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Hamburg, beschreibt in ihrem Beitrag im gerade erschienenen Sammelband „Beratungspsychologie“ ein Beispiel, wie Mentoring ablaufen kann. Es handelt sich dabei um das Mentoringprogramm des Expertinnen-Beratungsnetzes Hamburg, das von Angelika Wagner, Professorin für Erziehungswissenschaft an der Universität Hamburg, gegründet wurde (Wagner, Podolsky & Prädikow, 2006). Von der Geschäftsstelle des Beratungsnetzes aus wird das Mentoring vor- und nachbereitet. Auch die Beratungskontakte zwischen Mentee und Expertin werden über sie hergestellt. Die Mentorinnen – beruflich hochqualifizierte Frauen, die voll im Berufsleben stehen oder sich im „aktiven Ruhestand“ befinden – beraten ehrenamtlich. Der Mentoring-ProzessNach Eva Bamberg (2009, S. 225) sieht der Mentoring-Prozess folgendermaßen aus:
Außerordentlich positivInsgesamt gesehen betrachten die Mentees diesen Prozess als „außerordentlich positiv“ für ihre Karriere. Auch die Mentorinnen profitieren. Für sie ist es eine neue Herausforderung, durch die sie Verantwortung übernehmen und Neues für sich lernen können. Wirtschaftspsychologie-aktuell.de Weiterführende Informationen: Eva Bamberg (2009). Beratung in der Arbeits- und Organisationspsychologie. In Petra Warschburger (Hrsg.), Beratungspsychologie (S. 205-232). Heidelberg: Springer. Zum Sammelband „Beratungspsychologie“. Angelika Wagner, Sabine Podolsky, Mona Prädikow (2006). Mentoring für Unternehmensberaterinnen – Ergebnisse einer Interventionsstudie. In Eva Bamberg, Jana Schmidt, Kathrin Hänel (Hrsg.), Beratung, Counseling, Consulting (S. 217-240). Göttingen: Hogrefe. Zum Expertinnen-Beratungsnetz der Universität Hamburg. Zum Schnupper-Abo der Wirtschaftspsychologie aktuell |
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