Strategie: Ziele schlüssig formulieren und umsetzen
28.
Juli 2008
Man
kennt es von seinen Vorsätzen: Ziele sind schnell benannt, aber oft nur
schwer zu erreichen. Ziele bestimmen unseren Arbeitsalltag:
Zielvereinbarungen, Verhandlungsziele, Ziele eines Meetings, die Ziele
der täglichen To-do-Liste. Man kann ihnen einfach nicht entkommen. Umso
wichtiger ist es zu wissen, wie man Ziele schlüssig formuliert und umsetzt.
Edwin Locke, emeritierter Professor an der School of Business der
University of Maryland, und Gary Latham, Professor für
Organisationspsychologie an der University of Toronto, haben mit ihrer
Zielsetzungstheorie einige Ansätze parat, wie sich Ziele im
Arbeitsprozess optimieren lassen. Vier personseitige Faktoren bestimmen
den Zielerreichungsgrad:
- Exaktheit.
Ein konkretes Ziel taug mehr als ein schwammiges. Besser ist also
„Absatzsteigerung um 20%“ als „im Verkauf besser werden“.
- Schwierigkeit.
Herausfordernde Ziele führen zu besseren Ergebnissen als wenig
herausfordernde.
- Akzeptanz.
Wenn ein Mitarbeiter ein Ziel als sein eigenes ansieht, ist er
motivierter als wenn es für ihn vorgegeben erscheint. Und mehr
Motivation führt zu mehr Leistung.
- Commitment.
Zielcommitment bezieht sich darauf, inwieweit ein Mitarbeiter
persönlich am Ziel interessiert ist, es verinnerlicht hat. Ein
Kfz-Mechaniker, der selber gerne Auto fährt und mit Hingabe am
Vierzylinder bastelt, wird sich mehr für seine Ziele einsetzen als
einer, der das ohne großes Herzblut tut. Die Arbeitsgruppe um Ayelet
Fishbach von der University of Chicago hat sogar kürzlich
herausgefunden, dass selbst optimistische Ziele nur dann umgesetzt
werden, wenn Commitment vorliegt.
Der Zielerreichungsgrad
wird außerdem
von zwei Kontextfaktoren bestimmt: Feedback und Komplexität der
Aufgabe. Wenn der Vorgesetzte seinem Mitarbeiter regelmäßig Rückmeldung
gibt, kann das Ziel besser anvisiert werden als ohne Feedback. Bei
komplexen Aufgaben, wie z.B. im Management, ist es angebracht, dass man
dem ohnehin motivierten Leistungsträger Zeit gibt, sich zu entfalten.
Herausfordernde Ziele sind dabei gut, aber keine, die die
Führungspersönlichkeit überfordern würden. Um diesen Aspekten gerecht
zu werden, eignet sich durchaus die bekannte Zielformel SMART. Ein gut
formuliertes Ziel ist damit: specific, measurable, attainable,
relevant, time-bound. Ergänzt werden müsste nur noch: Commitment und
SMART – das ist apart!
Quelle: Journal of Consumer Research
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