Strategie der Woche: Gute E-Mails schreiben
8.
Juli 2008
Wie
sieht die ideale E-Mail aus? Eine scheinbar banale Frage, aber überaus
wichtig. Denn fast jeder kommuniziert täglich per E-Mail, leidet unter
ihrer Flut oder ist begeistert, wie rationell man mit ihnen arbeiten
kann. Diplom-Psychologin Annette Kielholz gibt in ihrem neuen Buch
„Online-Kommunikation“ auf die Frage, wie man gute E-Mails schreibt,
psychologisch fundierte Antworten. Folgende Aspekte gilt es dabei zu
berücksichtigen:
- Eine
E-Mail sollte die Aufmerksamkeit gut lenken. Dazu gehört, dass die
Betreffzeile möglichst genau den Inhalt der Mail wiedergibt und
erforderliche Aktionen ankündigt, z.B. „Bitte um Feedback“.
- Der
Schreibstil sollte nicht nachlässig oder salopp sein. Man sollte ebenso
formell antworten wie geschrieben wurde. Eine höfliche Anrede und
Grußformel verstehen sich von selbst.
- Zu
Attachements sollte immer ein kurzer Begleittext verfasst werden. Zudem
werden Standardformate, wie z.B. PDF, am meisten geschätzt.
- CC-Mails
(Kopien) sollten nur dann versendet werden, wenn man den Empfänger
lediglich in Kenntnis setzen will, ohne dass sich weitere Aufträge für
ihn ergeben. Bei BCC-Mails (Blindkopien) ist immer kurz zu überlegen,
warum es stattdessen keine CC-Mail sein kann. Das kann häufig einen
Konflikt signalisieren.
- E-Mails
sollten nur weitergeleitet werden, wann man sie um unterinteressante
lange Passagen bereinigt hat oder die Weiterleitung dem ursprünglichen
Sender nicht schaden kann.
- Bei
Konflikten gilt, dass man diese besser per Telefon oder in einem
persönlichen Gespräch klärt, da sich über E-Mails die
Meinungsverschiedenheit meist nur noch vergrößern.
Zum Buch „Online-Kommunikation“.
tf
– Quelle: Kielholz, A. (2008). Online-Kommunikation: Die Psychologie
der neuen Medien für die Berufspraxis. Heidelberg: Springer.
Zum Archiv
|
|