Wirtschaftspsychologie aktuell - Zeitschrift für Personal und Management
Strategie der Woche: Osborn-Methode

12. Juni 2008
Alex Osborn (1888-1966) war ein Kreativitäts-Pionier. Er entwickelte das Brainstorming und schlug neue Problemlösungsansätze vor. Seine sogenannte Osborn-Methode dient dazu, neue Ideen und Problemlösungen auszuarbeiten. Damit werden diese erst zu Konzepten, die das Wort Kreativität verdienen und neu, einzigartig und problemrelevant sind. Ein Lösungsansatz oder eine Idee sollte mit folgenden Fragen schrittweise überprüft werden:

  1. Welche alternative Verwendung gibt es?
  2. Welche ähnlichen Ideen gibt es?
  3. Welche Elemente sind veränderbar?
  4. Welche Elemente können hinzugefügt werden?
  5. Welche Elemente lassen sich reduzieren?
  6. Welche Elemente können ersetzt werden?
  7. Wie kann die Reihenfolge der Elemente geändert werden?
  8. Wie lässt sich die Idee ins Gegenteil verkehren?
  9. Welche Ideen können kombiniert werden?
Wichtig ist, dass diese Prüfung spielerisch erfolgt und dass die Ergebnisse protokolliert werden. Man kann die Kriterien an frischer Luft bei einem Spaziergang durchgehen oder seine neuen Erkenntisse als Mindmap skizzieren. Die neun Fragen lassen sich aber auch bei Meetings einbringen, wenn Dienstleistungen verbessert werden sollen oder ungeahnte Probleme auftauchen. Neue Ansätze werden so erst greifbar und – das ist entscheidend – zu wirklichen Problemlösungen veredelt. Um neue Ideen geht es übrigens auch im Heft „Innovation“ der Wirtschaftspsychologie aktuell, das im Dezember 08 erscheint: siehe Vorschau.
tf

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