Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management
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„Häufig falsch: Psychologen als Seelenklempner“

Dr. Verena Stengel,

Professor Dr. David D. Loschelder, Lüneburg, Mitglied im Leuphana Zentrum für Verhandlungsforschung, Professor für Wirtschaftspsychologie und Experimentelle Methoden an der Leuphana Universität, Diplom-Psychologe, Promotion zum Dr. rer. nat., Post-Doc (Akademischer Rat) an der Universität des Saarlandes), 32 Jahre, verheiratet, zwei Töchter, beruflicher Schwerpunkt: Verhandlungen, Konflikte, Selbstkontrolle und Preisentscheidungen

Was hat Sie in die Personalbranche geführt?
Die Verhandlungsforschung und mein Interesse an der Frage, wie Arbeitnehmer durch strategisches, psychologisch fundiertes Verhalten in Gehaltsverhandlungen besser abschneiden.

Was bedeutet Wirtschaftspsychologie für Sie?
Wirtschaftspsychologie bedeutet für mich, das Individuum in seinem Erleben und Verhalten im wirtschaftlichen Kontext zu verstehen und sein Verhalten akkurat vorhersagen zu können.

Was können gute Psychologen in Unternehmen verändern?
Gute Psychologen können im Unternehmen unter anderem dafür sorgen, dass die richtigen (kompetenten!) Mitarbeiter ausgewählt werden, Chefs ihre Führungskompetenzen erweitern und Mitarbeiter langfristig motiviert bleiben. Sie können erreichen, dass zentrale Kompetenzen auf allen Führungsebenen trainiert und weiterentwickelt werden. Und sie können auch bewirken, dass Verhandlungen erfolgreich geführt und Konflikte zielgerichtet gelöst werden.

Mit welchem Thema würden Sie sich gern einmal beruflich beschäftigen?
Mein Beruf bringt den Vorzug mit sich, dass ich all das, was mich interessiert, auch wirklich untersuchen kann.

Was ärgert Sie in Ihrem Beruf am meisten?
„Ärgern“ ist vermutlich nicht das richtige Wort, aber es verwundert mich, dass Psychologen so schnell in die häufig falsche Schublade des „Seelenklempners“ gesteckt werden.

Was denken Ihre Mitarbeiter über Sie?
Da müssen Sie vermutlich eher meine Mitarbeiter fragen, aber mein Wunsch ist es, dass sie antworten würden, dass ich kompetent, „normal“ geblieben und lustig bin und außerdem ein großes Herz habe.

Was ist Ihre größte Macke?
Ich will am liebsten alles selbst machen.

Wie schalten Sie am besten von der Arbeit ab?
Mit meinen beiden Töchtern und meiner Frau auf der Abenteuerrutsche, im Schwimmbad, im Tierpark oder sportlich im Lüneburger Skatepark.

Wenn Sie drei Monate Zeit hätten, was würden Sie machen?
Ich würde mit meiner Familie in Neuseeland oder Australien ein Wohnmobil mieten, die Natur entdecken und einfach in den Tag hineinleben.



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