Wirtschaftspsychologie aktuell - Zeitschrift für Personal und Management
Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

7. Mai 2010

Personaler-Hokuspokus

Uwe Peter Kanning hat gerade sein kritisches Buch "Schädeldeuter und andere Scharlatane" veröffentlicht. Bärbel Schwertfeger, Chefredakteurin von Wirtschaftspsychologie aktuell, hat ihn dazu interviewt. Erschienen ist das Interview bei Spiegel online.

Kanning hat herausgefunden, "dass auch renommierte Konzerne auf unwissenschaftliche Methoden setzen". So griffen z.B. 2,4 Prozent der Unternehmen auf die Graphologie zurück.

Selbst die Schädeldeuterei, die sogenannte Psycho-Physiognomik, ist im Aufwind. Kern dieses Mumpitz: „Die Psycho-Physiognomik behauptet, anhand der Schädelform, der Gesichtszüge, der Form von Nase und Ohren Aussagen über die Persönlichkeit machen zu können.“

Grund für die Verbreitung dieser völlig unwissenschaftlichen Methoden sieht Kanning in der Berichterstattung renommierter Wirtschaftsmagazine und in der Wirkung großer Firmennahmen.

Bewerber könnten diese Methoden häufig nicht durchschauen. Uwe Peter Kanning resümiert: „Fatal ist es bei der Schädeldeuterei oder der Astrologie: Davon wissen die Bewerber in der Regel nichts und können sich auch nicht dagegen wehren.“

Wirtschaftspsychologie-aktuell.de

Weiterführende Informationen:

Bärbel Schwertfeger (2010). Obskure Personalauswahl: Gescheitert am Schädeldeuter. Spiegel online.
Zum Schädeldeuter-Beitrag auf Spiegel online.

Mehr zu Personalauswahl in der Ausgabe "Eignungsdiagnostik"

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