Wirtschaftspsychologie aktuell - Zeitschrift für Personal und Management
Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

5. Mai 2010

Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz zeigt:
Hochschulen haben auf Bologna umgestellt

81 Prozent aller Studiengänge an deutschen Hochschulen führen inzwischen zu den Abschlüssen Bachelor oder Master. Das geht aus der neuesten Statistik der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hervor. Die Studiengänge, die im Einflussbereich der Hochschulen liegen, sind damit weitgehend auf die Bologna-Struktur umgestellt.

Bachelor- und Masterstudiengänge

Gegenüber dem vorhergehenden Semester ist die Zahl der neuen bzw. umgestellten Studiengänge um vier Prozent gestiegen. Mittlerweile bieten die deutschen Hochschulen 10.806 Bachelor- und Masterstudiengänge an. Diese Daten basieren auf den Angaben des HRK-Hochschulkompasses, der Online-Datenbank für Studienmöglichkeiten.

Noch nicht umgestellte Studiengänge

Die Diskussion über die rechtswissenschaftlichen und medizinischen Staatsexamensstudiengänge dauert weiterhin an. Auch die Lehramtsstudiengänge sind bei weitem noch nicht umgestellt. Von den insgesamt 2.615 noch nicht umgestellten Studiengängen sind 1.918, also 73 Prozent, staatliche und kirchliche Abschlüsse. Die Umstellung dieser Studiengänge liegt nicht im Entscheidungsbereich der Hochschulen.

Immatrikulationen

Derzeit immatrikulieren sich rund drei Viertel aller Studienanfängerinnen und -anfänger in einem der neuen Studienprogramme.

Wirtschaftspsychologie-aktuell.de

Weiterführende Informationen:

Hochschulrektorenkonferenz (HRK) (Hrsg.). (2010). Statistische Daten
zur Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen: Sommersemester 2010. Statistiken zur Hochschulpolitik 1/2010. Bonn. Zum Bericht der Hochschulrektorenkonferenz (PDF).

Mischa Täubner (2010). Intensiv: Die Reform der Reform. Frankfurter Allgemeine Hochschulanzeiger, März 2010, Schwerpunkt: Die Bologna-Reform-Reform: Geregelter Studienbetrieb? Zum Beitrag über die Blogna-Reform.

Mischa Täubner (2010). Deutsche Gründlichkeit: Das Regelwerk. Frankfurter Allgemeine Hochschulanzeiger, März 2010, Schwerpunkt: Die Bologna-Reform-Reform: Geregelter Studienbetrieb? Zum Beitrag: Kernelemente der Bologna-Reform.

Horst Peter Wickel (2010). Bachelor-Abschluss durchaus akzeptiert. Nürnberger Nachrichten online. Zum Beitrag über Bachelor-Abschlüsse.

Bewerben mit Bachelor-Abschluss: Kaum studiert, schon im Job (2010). Süddeutsche Zeitung online. Zum Beitrag über Bewerben mit Bachelor.

Marie-Charlotte Maas (2010). Masterstudium: Nicht zu empfehlen. Die Zeit online. Zum Masterstudium-Beitrag.

Deutscher Bildungsserver: Bachelor- und Master-Studiengänge: Studienangebote. Übersichten. Zur Bachelor-Master-Übersicht.

Bundesministerium für Bildung und Forschung (Hrsg.). (2005). Bachelor- und Master-Studiengänge in ausgewählten Ländern Europas im Vergleich zu Deutschland: Fortschritte im Bolognaprozess. Zum Bachelor-Master-Vergleich (PDF).

Mehr zu Studium und Weiterbildung in der Ausgabe "Weiterbildung"

Bologna-Prozess: Fehlende Konzepte für Weiterbildung

Profil: Margret Wintermantel, Diplom-Psychologin, Universitätsprofessorin für Psychologie, Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz

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