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aus der Wirtschaftspsychologie 30. März 2010 Ungewollte befristete BeschäftigungNoch nie hatten mehr Erwerbstätige in Deutschland einen befristeten Arbeitsvertrag als 2008. Dies gab das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Basis von Ergebnissen des Mikrozensus bekannt. So waren im Jahr 2008 2,7 Millionen oder 8,9 Prozent der Beschäftigten im Alter von 15 bis unter 65 Jahren (ohne Schüler und Studierende mit Nebenjob sowie Auszubildende) zeitlich befristet tätig. Im Jahr 1991 betrug die entsprechende Quote erst 5,7 Prozent. Befristete Beschäftigungen sind dabei jedoch nicht gleichmäßig über alle Personen- und Berufsgruppen verteilt. Besonders häufig sind sie in den Dienstleistungssparten und bei jüngeren Arbeitnehmern und Ausländern. Auch Frauen sind mit 9,5 Prozent häufiger zeitlich befristet angestellt als Männer mit 8,4 Prozent. Vor allem junge Wissenschaftler müssen sich in vielen Fällen mit einem zeitlich befristeten Vertrag zufrieden geben. Mehr als ein Drittel der 20 bis unter 30 jährigen mit akademischem Beruf hat einen befristeten Arbeitsvertrag – bei Frauen liegt der Anteil sogar bei rund 40 Prozent. Insgesamt liegen die Wissenschaftler, die etwa 13,9 Prozent aller Beschäftigten ausmachen, mit 11,1 Prozent deutlich über dem Durchschnitt. Wirtschaftspsychologie-aktuell.de Weiterführende Informationen: Andreas Grau (2010). Befristete Beschäftigung: Jeder elfte Vertrag hat ein Verfallsdatum. STATmagazin. Zum Beitrag. Hannes Koch (2010). Brutale neue Arbeitswelt Charme und Schande der Kurzfrist-Jobs. Spiegel online. Zum Beitrag. Henrik Müller und Claus Schäfer (2010). Pro und Contra: "Kurzzeit-Jobs helfen denen, die Arbeit suchen". Spiegel online. Zum Beitrag. Kathrin Gotthold (2010). Auch für Zeitverträge gibt es Regeln. Welt online. Zum Beitrag. Uwe Felgenhauer (2010). Late Night "Anne Will": Wer fünf Berufe hat, ist schlechter auszubeuten. Welt online. Zum Beitrag. BA-Chef sieht "verheerende" Folgen: Weise gegen Zunahme bei befristeten Stellen. Tagesschau.de. Zum Beitrag. Mehr zu neuen Berufsmodellen in der Ausgabe "Karriere" Altersteilzeit wird nicht mehr befürwortet Zum Schnupper-Abo der Wirtschaftspsychologie aktuell Zum Archiv |
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