Wirtschaftspsychologie aktuell - Zeitschrift für Personal und Management
Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie

16. Dezember 2009

Mitarbeiter als Markenbotschafter vernachlässigt

Viele Unternehmen schöpfen das Potenzial ihres Employer Brandings nicht aus. Zwar investieren viele auch in der Krise in externe Arbeitgeber-Imagekampagnen, aber rund 90 Prozent vernachlässigen den Stellenwert der eigenen Mitarbeiter als Botschafter der Arbeitgebermarke. Das ergab die Benchmark-Studie „Internal Employer Branding“ von Kienbaum Communications, zu der die Employer Branding Beratung der Kienbaum-Gruppe 140 Entscheider aus dem HR-Management und der Unternehmens­kommunikation führender Unternehmen in Deutschland befragte.

Stark ausgeprägt sind die Unterschiede zwischen den befragten Arbeitgebern beim Professionalisierungsgrad der Integration von neuen Mitarbeitern (Onboarding), der Gestaltung von Exit-Prozessen und der damit verbundenen Nutzung des Potenzials eines Alumni-Managements. Rund 90 Prozent der besonders erfolgreichen Unternehmen messen dem Onboarding-Prozess über die gesamte Probezeit eine besonders große Bedeutung zu, um von Beginn an ein klares gemeinsames Werteverständnis sowie ein Maximum an Identifikation und Engagement zu gewährleisten. Das so genannte „Boomerang Hiring“, das erneute Rekrutieren von ehemaligen Mitarbeitern, gewinnt in der Krise zusätzlich an Bedeutung: Der Prozess und die Kommunikation beim Ausscheiden von Mitarbeitern nehmen bei nahezu zwei Dritteln der befragten Topunternehmen bereits einen hohen bis sehr hohen Stellenwert ein. Für diese Unternehmen ist die Priorität damit fast doppelt so hoch wie für den Durchschnitt der Arbeitgeber. „Auch jeder ehemalige Mitarbeiter ist bewusst oder unbewusst ein Botschafter der Arbeitgebermarke“, sagt Florian Dylla, Berater bei Kienbaum Communications.

Wirtschaftspsychologie-aktuell.de

Crosswater (2009). Erfolgreich durchgeführt: Neue Benchmark-Studie „Internal Employer Branding“. Zum Beitrag.

Mehr zu Employer Branding in der Ausgabe "Talentmanagement".

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